Gewebeproben eingeschickt

Rehwild auf Wiese bei Thurnhosbach gerissen

Rehwild bei Thurnhosbach gerissen
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Rehwild bei Thurnhosbach gerissen (Symbolbild)

Ein bis auf die Knochen abgenagter Kadaver eines Rehs wurde am vorigen Freitagabend zwischen Thurnhosbach und Eltmannsee aufgefunden. Jetzt wird auf Wolfsspuren untersucht.

Das Tier lag offen auf einer Wiese nahe eines Waldstücks, das zum Jagdrevier Thurnhosbach gehört.

Der Jagdpächter hatte am frühen Freitagabend erfolglos versucht, einen zugelassenen Wolfsrissgutachter zu bekommen. Auch Anrufe bei der Wolfshotline, die das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) geschaltet hat, blieben ohne Erfolg. Letztlich vor Ort war eine Vertreterin des Schafzuchtverbandes. Sie hat Gewebeproben von dem Tier entnommen, um sie an ein unabhängiges Institut nach Hamburg schicken zu lassen. „Für uns ist jetzt wichtig herauszufinden, ob es sich um die residente Wölfin aus dem Stölzinger Gebirge handelt“, so der Jäger Carl-Heinz Eberth. Eine Wölfin war vergangene Woche bei Helsa überfahren worden.

Am Sonntagabend sind beim Zusammenprall eines Autos mit einem Wolf sowohl der 76 Jahre alte Fahrer als auch das Tier ums Leben gekommen.

Wie die Polizei in Hannover am Montagmorgen mitteilte, ereignete sich der Unfall auf der Bundesstraße 6 zwischen Frielingen und Neustadt-Bordenau. Nach dem Zusammenprall mit dem Wolf stieß der Kleinwagen gegen einen Baum und überschlug sich.

Der Fahrer starb noch an der Unfallstelle. Ein Wolfsbeauftragter der Region Hannover stellte laut Polizei fest, dass es sich bei dem getöteten Tier um einen Jungwolf handelte. 

Eine Wölfin ist mittlerweile auf dem gesamten nordhessischen Gebirgszug* unterwegs. Das ergeben die Analysen. In Liebenau (Kreis Kassel) sind mehrere Tiere von einem Zug erfasst worden. Die Ponys waren zuvor von einer Weide ausgebrochen.

*hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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