Bei der Museumsnacht in Wichmannshausen ging es gruselig zu

Rendezvous mit Menschenfressern

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Auch in Wichmannshausen gibt es jetzt eine Kammer des Schreckens: Zur Museumsnacht gab es jede Menge Gruseliges, wie Arno Maske hier gerade an seinem Hals feststellen muss.

Wichmannshausen. Immer wieder drangen Schreie aus der Kammer des Schreckens: Dass plötzlich der Menschenfresser aus dem Dunkeln kam, war für die Besucher der Museumsnacht in Wichmannshausen ein richtig schauriger Spaß: „Ich habe mich vielleicht erschreckt“, sagte etwa Doris Hildebrand nach der Grusellesung mit Showeffekt, „jetzt brauche ich erst einmal einen heißen Apfelsaft.“

Gemeinsam mit Bekannten war sie zur Museumsnacht gekommen, um dort in jeder Hinsicht etwas zu erleben. Denn jenseits der Kammer des Schreckens, die in diesem Jahr das besondere Highlight war, geht es dort vor allem um gemütliches Beisammensein im Kerzenschein: „Wir wollen unser Museum mit der Veranstaltung im wahrsten Sinne des Wortes in einem anderen Licht zeigen“, so Arno Maske. Der Vorsitzende des Museumsvereins freut sich sehr darüber, dass das Konzept nun schon seit sieben Jahren so gut ankommt.

Zur Museumsnacht ist es nun schon seit sieben Jahren immer voll, die Stimmung einfach toll: „Im Kerzenschein zusammen zu sitzen, zu plaudern und einfach mal den Alltag zu vergessen, darum geht es hier“, so Arno Maske. In beiden Etagen brannte kein elektrisches Licht, die Holzöfen sorgten für angenehme Wärme, und die liebevolle Dekoration auf den überall eigens aufgestellten Tischen lud zum Verweilen ein.

Die Mitglieder des Museumsvereins und ihre Helfer hatten auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt, es gab heißen Apfelsaft, frisch gebackenes Brot mit Schmalz sowie Flamm- und Zwiebelkuchen. Zudem sorgte die Musikerin Ines Sandrock mit ihrer Gitarre für die musikalische Untermalung. „Es ist richtig romantisch hier“, befand Doris Hildebrand schließlich, als sie sich von ihrer Begegnung mit dem Menschenfresser schon wieder erholt hatte, „die Atmosphäre stimmt einfach und man will hier einfach nur sitzen bleiben und sich mit netten Menschen austauschen.“ So ist es auch schon vorgekommen, dass manche Gäste tatsächlich die ganze Nacht im Museum geblieben sind.

„Für uns ist das der beste Beweis dafür, dass wir hier ein echtes Event für Wichmannshausen ins Leben gerufen haben“, freut sich Arno Maske über den stetig wachsenden Zuspruch. Zeitweise war es auch in diesem Jahr so voll im Museum, dass es für die Besucher besonders kuschelig wurde. Nur mit dem Menschenfresser wollte keiner so wirklich auf Tuchfühlung gehen.

Von Melanie Salewski

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