Sontra-Wichmannshausen

Brandschutz: Neubau wird 250.000 Euro teurer

Neubau Rettungswachse Wichmannshausen 
+
Die Garagentore sind montiert, die Drainage verlegt: Weiter geht es jetzt mit dem Innenausbau der neuen Wache in Wichmannshausen. 

250.000 Euro teurer als ursprünglich geplant soll der Neubau der Feuerwache in Wichmannshausen kosten. Auch für die Stadt Sontra kein kleiner Brocken. 

Wichmannshausen - Der Bau der neuen Feuer- und Rettungswache in Wichmannshausen wird die Stadt Sontra voraussichtlich 250 000 Euro mehr kosten als ursprünglich geplant. Das ging aus dem Magistratsbericht von Bürgermeister Thomas Eckhardt (SPD) in der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am Dienstagabend hervor. CDU-Chef Marco Haukwitz griff das Thema auch in seiner Rede zum Haushalt 2020 (siehe Artikel unten) auf und monierte, dass detaillierte Folgekostenberechnungen bei zu vielen Projekten fehlen – die Auswirkungen sehe man in Wichmannshausen.

Ursprüngliche Summe waren 780.000  Euro

Eigentlich veranschlagt waren für das gemeinsame Bauprojekt zusammen mit dem Rettungsdienst Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) für die Stadt Sontra 780 000 Euro an Investitionskosten, der in den Gebäudeteil der örtlichen Brandschützer fließen sollte (wir berichteten). Die Kommune wurde mit 190 000 Euro vom Land bezuschusst, der Kreis legte noch mal zehn Prozent der förderfähigen Kosten drauf. Auf den ASB entfallen gemäß der vorausgegangenen Planung 1,2 Millionen Euro.

Jetzt aber kommen für Sontra 250 000 Euro Kosten obendrauf. „Ich gehe sogar von mehr als 300 000 Euro zusätzlich aus“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Marco Haukwitz. So oder so würde die Stadt damit die Millionenmarke knacken.

Höhere Kosten nicht vorhersehbar

Der Magistrat will laut Thomas Eckhardt jetzt alle Möglichkeiten prüfen. „Schadenersatzforderungen oder -leistungen kommen aber nicht in Betracht, da Dinge wegen höherer Anforderungen notwendig wurden, die im Vorfeld nicht vorgesehen waren“, so Eckhardt. Als Beispiele nennt er die Bereiche Fachplanung, Heizung, Lüftung und Notstromversorgung.

Mehrkosten sollen transparent gemacht werden

„Wir stehen seither im engen Austausch mit dem Architekten und werden nach Abschluss der Maßnahmen und Vorlage der Schlussrechnungen alles transparent und nachvollziehbar belegen – auch gegenüber den städtischen Gremien.“ Das sei bereits in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses zugesichert worden. Der Architekt soll in einer der nächsten Zusammenkünfte mit eingeladen werden. „Anmerkung am Schluss: Wir haben auch Bereiche, die günstiger abgerechnet wurden, als es die Planung vorsah – das heißt, die Ausschreibungsergebnisse lagen unter den Kostenschätzungen vom Architekten. Daher machen wir zum Schluss einen Strich drunter und schauen mal, was herauskommt“, schildert der Bürgermeister.

Der ASB möchte nach Eckhardts Angaben am 1. Juni einziehen. Für die Feuerwehr hält der Verwaltungschef eher einen Termin Ende Juni/Anfang Juli für realistisch. Das jetzige Feuerwehrgerätehaus soll dann im Übrigen verkauft werden – sobald der Umzug über die Bühne gegangen ist und die Stadtverordneten einen entsprechenden Beschluss gefasst haben.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare