Saison im Museum in Wichmannshausen wurde mit großem Fest eröffnet

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Wichmannshäuser und ihre Maschinen sind auf den Fotos im Pferdestall des Schlosses zu sehen.

Mit einer Eröffnungsparty mit 35 Ausstellern wurde jetzt im Museum in Wichmannshausen in die Saison gestartet. Unter anderem zeigte Doris Büschel Fotos der Dorfbewohner und ihre Geschichte.  

Gespräche und die Klänge einer Drehorgel erfüllen den Hof des Museums in Wichmannshausen. Besucher betrachten Grabungsfunde wie eine kleine Kanonenkugel und Pferdesporen, oder die Bilder der Ausstellung „Wichmannshäuser Nahverkehr“ bestaunen oder bei Krautshäubchen und Getränken das Wetter genießen.

Jetzt lockte die Saisoneröffnung des Museumsim alten Boyneburger Schloss mit Flohmarkt, einer Fotoausstellung und dem Beginn der Sonderausstellung „Grabungsfunde von der Boyneburg“ zahlreiche Besucher nach Wichmannshausen. „Es ist sehr gut besucht“, weiß Arno Maske, Vorsitzender des Museumsvereins, nicht nur mit Blick auf die Gäste, sondern auch auf die Aussteller an den Flohmarktständen.

Mit den rund 35 Ausstellern gab es in diesem Jahr nämlich mehr Stände als je zuvorauf dem Museumshof. Begeistert von dem Ambiente und den vielen Gesprächen hier, zeigten sich die Aussteller, die unter anderem aus Thüringen kamen und teilweise schon ab sechs Uhr mit dem Aufbau beschäftigt waren. „Das ganze Miteinander, das ist es“, fasst Lothar Steimer zusammen, der neben seinem Flohmarktstand seine Drehorgel mitbrachte und einige Lieder spielte.

Einen Stand, dessen Erlös an das Museum geht, hatten Monika Moser, Dorette von Boyneburgk, Claudia von Starck, Ursula Schur, Sibylle Kopf und Monica Prinzessin von Hessen auch in diesem Jahr wieder. Die Freundinnen sammeln das ganze Jahr über Gegenstände für den Flohmarkt und Dorette von Boyneburgk sagt über den Tag: „Wir haben auch unseren Spaß dabei.“

Rätselhaft wurde es dagegen am Stand von Anja Lehm, an dem die Besucher einen blechernen Gegenstand einfach nicht benennen konnten. Dass dieser vermutlich in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg selbstgebastelt wurde, um Hühner gezielt mit Brotkrumen zu füttern, ohne dabei etwas zu verschwenden, haben die Standbetreiber selbst erst im Gespräch mit einer Zeitzeugin auf einem anderen Flohmarkt erfahren.

Auch Maske weiß um die interessanten Geschichten hinter den Gegenständen beim Flohmarkt und im Museum selbst, erklärt den Hintergrund zur Sonderausstellung, die bis zum 30. September zu sehen sein wird. Die Stücke wurden bei einer Ausgrabung der TU Berlin auf dem Plateau in den 1980er-Jahren entdeckt, einige Jahre in Kassel eingelagert und durch den Einsatz der Familie von Boyneburgk wieder nach Wichmannshausen gebracht.

Während ein Teil der Grabungsfunde stets in zwei Vitrinen im Museum zu sehen ist, kann aktuell der gesamte Fund samt einer Skizze, die anhand der freigelegten Fundamente erstellt wurde, betrachtet werden.

Saisoneröffnung im Museum in Wichmannshausen

Eine zweite Ausstellung, die im Pferdestall des Schlosses aufgebaut war, lockte dagegen mit von der Wichmannshäuser Fotografin Doris Büschel aufgenommenen Porträts von Menschen aus Wichmannshausen mit ihren Fahrzeugen.

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