Mitglieder des Jugendzentrums Ulfen bringen in den Sommerferien Vorplatz in Ordnung

Schwitzen statt Sonnen

Viel zu tun: (Von links) Die Vorsitzende des Jugendzentrum Ulfen Selina Göpfarth, Christoph Eckhardt, Ina Bodenstein, Jan Bodenstein und Patrick Hefele fassen mit anderen Jugendraum-Mitgliedern fleißig mit an. Foto: Stück

Ulfen. Die Sonne knallt vom Himmel, nur ein schwacher Luftzug weht um das Jugendzentrum in Ulfen. Die einzige Abkühlung bietet den Jugendlichen die mittlerweile lauwarme Cola zu ihren Füßen. Totzdem lassen die Mitglieder Schaufel und Rechen nicht liegen und fliehen in das Sontraer Freibad.

Nein, sie bleiben trotz Sommerferien eifrig bei der Sache, um innerhalb von drei Tagen den Vorplatz ihres Jugendraumes zu pflastern.

Über die Jahre ist es unordentlich vor dem sonst so adretten Domizil der Ulfener Jugendlichen geworden. Unkraut hatte Überhand genommen. „Es musste etwas geschehen“, sagt die Vorsitzende Selina Göpfarth. Also haben rund zehn Jugendliche aus dem Freizeitraum die Initiative ergriffen und pflasterten den fast 50 Quadratmeter großen Vorplatz während ihrer freien Zeit.

Die Stadt Sontra unterstützt die Jugendlichen mit Material und Werkzeug. Das hat Ulfens Ortsvorsteher Michael Stein organisiert. Die Rüttelplatte, die Steinkanten und die gebrauchten Pflastersteine stammen vom Sontraer Bauhof. Einen Samstag lang haben die Jugendlichen die Steine sortiert, aufgestapelt und nach Ulfen gebracht. Am Dienstag begannen die Arbeiten vor Ort, noch in dieser Woche wird alles fertig sein. Hilfe haben die jungen Männer und Frauen von der Firma HR Witzel-Bau bekommen. Die gehört einem ihrer Väter und der hat einen Mini-Bagger bereitgestellt, der ihnen die Arbeit erheblich erleichtert hat.

Das Ulfener Jugendzentrum ist ein eingetragener Verein und wird von diesem Verein auch bewirtschaftet. Der Stadt Sontra fällt deshalb nur wenig Arbeit mit den Jugendlichen an. Auch Beschwerden wegen Lärmbelästigung sind hier selten: Weil das Gebäude am Ortsrand gegenüber des Sportplatzes liegt. Früher war das kleine Häuschen ein Dreschschuppen. Seit 25 Jahren ist es die Herberge für den Jugendraum in Ulfen. Die Jugendlichen haben sich die drei Räume nett hergerichtet. Neben dem großen Aufenthaltsraum gibt es noch ein Nebenraum, Toiletten, eine Werkstatt, das Getränke- und das Holzlager.

Denn das ist wohl einmalig: Wenn die Jugendlichen es warm haben wollen, müssen sie ihr Holz selbst aufarbeiten. Eine Zentralheizung gibt es in dem ehemaligen Schuppen nicht. Das Holz stiftet wiederum die Stadt Sontra, spalten und hacken müssen die Jugendlichen. An fehlende Wärme verschwenden die Jugendlichen im Moment aber keinen Gedanken, während sie sich bei der Arbeit den Schweiß von der Stirn streichen.

Von Tobias Stück

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