Porträt über Dirk Rüppel

Nur seine Frau ist wichtiger als die Feuerwehr

Dirk Rüppel war zwölf Jahre Wehrführer der Breitauer Feuerwehr und hat sein Amt im Januar aufgegeben. Seit 39 Jahren ist er aktives Mitglied. Foto: Sonja Berg

Breitau. Dieser Schritt sollte sein weiteres Leben bestimmen. Mit zehn Jahren kam Dirk Rüppel im Februar 1976 zur damals frisch gegründeten Jugendfeuerwehr Breitau. Menschen helfen und Leben retten wurde zu seiner Berufung.

Bis zum Hauptbrandmeister, dem höchsten Dienstgrad, den man in der Freiwilligen Feuerwehr erlangen kann, schaffte es Dirk Rüppel.

Lange Zeit war er für die Jugendarbeit zuständig. Er hat die Breitauer Jugendfeuerwehr in ihrer heutigen Form mit aufgebaut. Auch die Bambini-Gruppe hat Dirk Rüppel mit ins Leben gerufen, um auch jüngeren Kindern Lust auf die Arbeit der Feuerwehr zu machen. Von 1995 bis 2000 war er Jugendfeuerwehrwart, zudem von 1997 bis Ende 2004 Stadtjugendfeuerwehrwart. „Das war eine der besten Zeiten, die ich jemals mit der Feuerwehr erlebt habe“, erinnert sich Dirk Rüppel.

In diesem Jahr feiert die Jugendfeuerwehr Breitau am 9. und 10. Mai ihr 40-jähriges Bestehen. Er ist stolz, dass es in Breitau noch keine Nachwuchsprobleme gibt. „In diesen 40 Jahren gab es nur wenig Jugendliche in Breitau, die nicht Teil unseres Teams waren“, sagt Rüppel. „Aktuell haben wir 30 Aktive in der Einsatzabteilung, davon waren 27 in unserer Jugendfeuerwehr“, erklärt Wehrführer Stefan Göbel.

Im Februar 2002 wurde Rüppel Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Breitau, Anfang 2015 legte er diese Position nieder, da seine Frau Angela schwer erkrankt ist. „Das war ein sehr schwerer Entschluss für mich, da Wehrführer in Breitau nicht nur eine Berufung ist, sondern auch eine große Ehre. Meine Frau hat mich immer unterstützt, jetzt muss ich für sie da sein“, erklärt Dirk Rüppel seine Entscheidung. Als aktives Mitglied und Gruppenführer bleibt er aber der Freiwilligen Feuerwehr Breitau erhalten. „Das bedeutet auch nicht, dass ich nicht irgendwann dieses Amt wieder übernehme“, fügt Dirk Rüppel an. Freund Stefan Göbel, den Dirk Rüppel selbst in der Jugendfeuerwehr aufgebaut hat, übernahm seine Position als Wehrführer. „Ich weiß, dass es in meinem Sinne weitergehen wird, außerdem sind ja auch Veränderungen und neue Ideen wichtig.“

Die schmerzlichste Erinnerung, die er mit seiner Feuerwehr-Laufbahn verknüpft, ist ein Unfall im August 2004, bei dem ein Feuerwehrkollege tödlich verunglückte. „Das hat uns damals alle sehr getroffen und geprägt“, sagt Rüppel. Die Kameradschaft und die gute Truppe schätzt er besonders an der Breitauer Feuerwehr.

Weiter war Dirk Rüppel Pressesprecher der Feuerwehren der Stadt Sontra, von 2003 bis 2007 und dann noch einmal von 2010 bis 2014. Außerdem war er Schriftführer des Wehrführerausschusses der Stadt Sontra, im Vorstand des Feuerwehrvereins Breitau ist er immer noch aktiv.

Im Sportverein Ulfen sowie bei der Jugendspielgemeinschaft Herleshausen/Nesselröden/Ulfegrund war Rüppel Gründungsmitglied und Jugendwart. „Irgendwann habe ich mich dann auf die Feuerwehr konzentriert.“

Von Sonja Berg

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