So läuft's im Seniorenzentrum in Sontra: Gruppenaktivitäten wurden eingestellt

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„Wir halten zusammen“: Das Team des Awo-Seniorenzentrums in Sontra setzt seinen Pandemieplan gemeinsam mit Bewohnern und Angehörigen um.

Das Seniorenzentrum der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Sontra ist darauf eingestellt, auch an Corona erkrankte Personen in Isolation zu betreuen. Bislang ist noch niemand erkrankt.

Dies geschähe beim Eintreten eines Infektionsfalles in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt, des Pflegereferats bei der Awo Nordhessen und den Hausärzten. Im Zentrum sind die notwendigen Ausrüstungsmittel vorhanden; das Verhalten ist eingeübt und werde weiter aktualisiert. Bislang ist in dem Sontraer Seniorenheim noch kein Corona-Fall bekannt.

Arbeiten nach dem Pandemieplan

Für das Seniorenzentrum entsteht durch die aktuelle Situation Mehraufwand, der bisher jedoch durch Umschichtungen und neue Herangehensweisen zu bewältigen ist, berichten Einrichtungsleiterin Anette Schmidt und Pflegedienstleiterin Melanie Kläring. Der seit 2007 für die Awo Nordhessen gültige Pandemieplan ist in Kraft. Er wurde jährlich eingeübt und nun nochmals aktuell mit den Mitarbeitern trainiert. In Abstimmung mit der Fachbereichsleitung in der Awo-Geschäftsstelle Nordhessen überprüft der Stab die aktuelle Anwendung des Pandemieplans und sorgt für die Einhaltung der Empfehlungen des Gesundheitsamtes und anderer Behörden.

Händehygiene ist das A und O

 „Wir halten uns an die gültigen Regeln besonders bewusst und systematisch“, sagt Anette Schmidt. Desinfektionsmittel werde permanent genutzt. Händehygiene sei das A und O. „Da achten wir auch aufeinander, um es niemals zu vergessen.“ Bisher ist kein Bewohner an Corona erkrankt. Auch unter den Mitarbeitern gibt es keinen Erkrankten. „Derzeit können die Pflegekräfte auf Schutzkleidung und Masken verzichten.“ Anlieferungen von Wäsche, Lebensmitteln sowie Dingen des täglichen Bedarfs werden zentral übergeben und intern verteilt.

Keine Gruppenaktivitäten mehr

Gruppenaktivitäten im großen Begegnungsraum des Seniorenzentrum wurden eingestellt. Auch die Besuchszeiten der Angehörigen sind auf das Notwendigste reduziert. „In einer Telefonaktion wurden vor Inkrafttreten der neuen Regelungen alle Angehörigen persönlich informiert und Fragen beantwortet“, berichtet Schmidt. Die Angehörigen sind per E-Mail und Telefon in enger Abstimmung mit den Betreuungskräften. „Bei Bewohnern, die selbst das Telefon nicht bedienen können, assistieren Pflegekräfte, um ein Gespräch möglich zu machen.“

Bewohner nutzen das Außengelände

Die Bewohner selbst können sich täglich im Außengelände des Zentrums an der frischen Luft aufhalten. Dafür sind individuelle Zeitfenster festgelegt, um die Abstandsregeln einhalten zu können.

„Diese Situation ist für uns alle neu – das ist eine große Herausforderung“, sagen Schmidt und Kläring. Die Mitarbeiter würden sich besonders über ein Lob für ihre Einsatzfreude freuen.  ts

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