Jahresbilanz FFW Sontra

Siebzigmal ging der Pieper - Freiwillige Feuerwehr Sontra blickt auf ruhiges Jahr

Bürgermeister Thomas Eckhardt (rechts) überreichte Stadtbrandinspektor André Bernhardt jüngst FFP2-Masken und Schlauchtücher für die Einsatzkräfte.
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Bürgermeister Thomas Eckhardt (rechts) überreichte Stadtbrandinspektor André Bernhardt jüngst FFP2-Masken und Schlauchtücher für die Einsatzkräfte.

Ein kleines Geschenk für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Sontra gab es vom Bürgermeister. Der Stadtbrandinspektor blickte zudem auf das Einsatzjahr 2020 zurück.

Sontra – „Es ist eine tolle Geste. Wir sind stolz auf die vertrauensvolle Zusammenarbeit“, sagte André Bernhardt kurz vor Weihnachten im Sontraer Rathaus. Zuvor freute sich der Stadtbrandinspektor, dass 248 Einsatzkräfte von Bürgermeister Thomas Eckhardt beschenkt wurden. Jede Einsatzkraft der Berg- und Hänselstadt erhielt zwischen den Jahren fünf FFP2-Masken und ein Schlauchtuch.

„Wir können allesamt stolz auf unsere Freiwillige Feuerwehr sein, die auch in 2020 sich für unser aller Sicherheit und das Leben von Menschen, sei es beim Verkehrsunfall, dem Hausbrand oder auch als Tragehilfe engagiert hat. Sie sind, wie viele andere Menschen gerade und ganz besonders im Rahmen Corona-Pandemie in unserer Gesellschaft, unsere stillen Helden“, sagte der Verwaltungschef im WR-Gespräch.

248 Feuerwehrleute aus zehn Einsatzabteilungen waren im abgelaufenen Kalenderjahr 2020 bei 70 Einsätzen in Alarmbereitschaft. „Coronabedingt sehr wenig“, bilanziert Bernhardt, „die Menschen waren wegen der Pandemie weniger unterwegs als in den letzten Jahren.“ Im Jahr 2017 wurden 112 Einsätze gezählt.

2018 waren die Lebensretter bei 150 Einsätzen gefragt. Damals fielen 40 Einsätze wegen des Orkantiefs „Friederike“ besonders schwer ins Kontor. 2019 wurden 100 Einsätze in den Büchern vermerkt. Besonders schwer ins Gewicht ist ein Hausbrand in Berneburg gefallen. Im April hatte die Wehr nur wenig Zeit zum Überlegen. „

In dieser Situation war Teamleistung gefordert und wir haben Teamleistung abgerufen“, sagte Bernhardt, dessen Kollegen bei einem Verkehrsunfall in Wichmannshausen am 30. August von den verunfallten Personen übel beschimpft und bespuckt wurden: „Das bleibt negativ im Gedächtnis hängen.“

4200 Tunnelmeter betreut die Wehr im Zuge des Autobahnbaus. „Die Tunnel werden ein Schwerpunkt unserer Arbeit werden“, betont Bernhardt. Folglich wird versucht, die Zahl der Atemschutzgeräteträger stetig zu erhöhen. 55 einsatzbereite Atemschutzgeräteträger zählt die Wehr derzeit. Eine Atemschutz-Notfall-Staffel im Stadtteil Breitau hat sich etabliert. Langfristiges Ziel: 100 Atemschutzgeräteträger.

Ärgerlich für die Sicherstellung der Einsatzfähigkeit: Der Übungsbetrieb ist wegen der Pandemie komplett zum Erliegen gekommen. Somit könnten auch keine neuen Einsatzkräfte eingearbeitet werden. „Hier müssen wir kreative Lösungen finden“, sagte Bernhardt, der im engen Austausch mit seinen Wehrführern steht.

Sehnsüchtig freuen sich die Einsatzkräfte in Breitau und im Pfaffenbachtal auf die Ankunft des neuen mittleren Löschfahrzeugs in 2021. Bernhardt: „Gleichwertige Fahrzeuge sind über 25 Jahre alt. Und wenn man an uns die höchsten Anforderungen stellt, dann brauchen wir einsatzfähiges Material.“

Von Marvin Heinz

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