Aussichtsplattform geplant

Stadt Sontra plant am Hollstein einen gläsernen Skywalk über den Abgrund zu bauen

Geplanter Skywalk auf dem Hollstein Sontra.
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Geplanter Skywalk auf dem Hollstein Sontra.

Die Stadt Sontra möchte am Aussichtspunkt Hollstein einen Skywalk bauen. Das Geld steht bereit, Unterstützung auch, jetzt müssen noch die Gremien der Stadt ihren Segen geben. 

Am Grand Canyon, in Bangkok, auf der portugiesischen Insel Madeira sowie in Willingen gibt es ihn schon. Und bald wird auch die Berg- und Hänselstadt Gäste und einheimischen Bürger mit einem Skywalk anlocken. Denn laut des Finanzhaushalts für das Jahr 2020 plant die Stadt auf dem Hollstein eine solche imposante und brückenartige Aussichtsplattform zu errichten.

Thomas EckhardtBürgermeister

Steg verspricht Nervenkitzel

Die Konstruktion des Skywalks ist aus Stahl und Glas und ragt 15 Meter weit über die Klippen des Hollsteins in Richtung Breitau hinaus. Die Natur soll nicht in den Hintergrund gedrängt werden. Bürgermeister Thomas Eckhardt ist sich sicher: „Der Steg verspricht durch seinen Glasboden Nervenkitzel bei einem atemberaubenden Blick in die Natur.“ Wir haben die mögliche Investition, die noch abschließend im Haupt- und Finanzausschuss beraten werden muss, näher unter die Lupe genommen.

Die Idee

„Ursprung der Idee waren mehrere Wanderveranstaltungen“, berichtete Eckhardt, der auf dem Hollstein immer wieder in viele begeisterte Gesichter schaute, als die Wanderfreunde in das Ulfetal, auf die Boyneburg sowie in Richtung Grandenborn schauten. „Der weite und traumhafte Blick lädt stets zum Verbleiben ein und ist ein echter Höhepunkt jeder Wanderung“, sagt Eckhardt, der einen Aussichtturm an dieser Stelle ausgeschlossen hat. Solche Bauwerke gebe es im Kreis bereits. Ein Skywalk sei ein richtiges Alleinstellungsmerkmal.

Der Standort

Mit dem erst im September neu erbauten Karl-Weyrich Haus und der Windhause sowie dem Wanderparkplatz hinter dem Reitplatz ist eine Wanderinfrastruktur gegeben, die man perspektivisch ausbauen will. 

„Ergänzt werden soll das Angebot mit unserem Naturerlebnispfad und dem Kinderwanderweg, den wir derzeit mit der Adam-von-Trott-Schule, Edmund Tümmel als Förster von Hessen-Forst, Ludger Arnold und der Stadt Sontra oberhalb des Feriendorfes ganz konkret entwickeln und umsetzen werden“, sagt Eckhardt, der „viele Mosaiksteine“ für touristische Entwicklung zusammenfügen will. „Der Platz ist mehr als nur geeignet, da schon vor vielen Jahren dort mal ein Aussichtsturm gebaut werden sollte.“

Die Umsetzung

Das Rad haben er und der Magistrat nicht neu erfunden. „Wir haben uns viel bei der Gemeinde Sonnenstein im Eichsfeld abgeschaut, die solch ein Projekt bereits im Jahr 2017 umgesetzt hat“, sagte der Verwaltungschef, der bereits mit einem Architekten über die Umsetzung vor Ort gesprochen hat, ehe die Finanzierbarkeit geprüft wurde.

Um eine mögliche 75-prozentige Förderung durch LEADER-Mittel zu erhalten, wurden Vermessung erledigt, zur Visualisierung der Fläche wurde eine Drohne eingesetzt. Nachdem nun die Förderfähigkeit, Realisierbarkeit, eine Bauvoranfrage und die Unterstützung durch den Geo-Naturpark Frau-Holle-Land geklärt sind, steht die finale Bewilligung dieser Maßnahme über den Haushalt der Stadt Sontra noch aus.

360.000 Euro Projekt

Die Stadt Sontra wird 81.000 Euro für das 360.000-Euro-Bauwerk im Haushalt aufbringen müssen. Eckhardt: „Ich bin davon überzeugt, dass wir mit einem derartigen touristischen Highlight gerade auch für junge Leute unseren Tourismus in der Mitte Deutschlands weiterhin ausbauen können.“ 

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