Evangelische Kirchengemeinde Sontra profitiert von Solaranlage auf dem Brodberg

Sonne gegen rote Zahlen

Der obere Teil der neuen Solaranlage am Brodberg befindet sich auf von der evangelischen Kirchengemeinde gepachtetem Land.

Sontra. Seit Mitte Mai ist der neue Photovoltaik Solarpark Sontra-Brodberg II am Netz und profitiert von den aktuellen guten Wetterbedingungen. Solarparks sind mittlerweile keine Besonderheit mehr, dieser allerdings stellt ein Novum dar: Die Kirchengemeinde Sontra hat ihre Finger mit im Spiel und tut so etwas gegen ihre roten Zahlen im Gemeindehaushalt.

Besichtigung vor Ort: Horst Brückmann von der STH Engineering GmbH erklärt den Gästen die Anlage. V. li. Horst Brückmann, Daniela Knittel, stellvertretende Kirchenkreis-Amtsleiterin, Pfarrer Johannes Meier und Mitglieder des Fundraising-Teams und des Kirchenvorstands. Fotos: Sonja Berg

Am Donnerstagabend wurde die Anlage bei einer Feierstunde mit allen Investoren im Gemeindehaus offiziell eingeweiht. Horst Brückmann von der STH Engineering GmbH, die zusammen mit der Firma BLG die Anlage gebaut hat und einer der Investoren ist, stellte den Solarpark den Gästen vor. Die Kirchengemeinde hat das Bauland an die Investoren verpachtet und erhält dafür einen Prozentsatz der eingespeisten Energie. Zuvor musste das Grundstück noch zu Gemeindeland werden, gehörte die Fläche auf dem Brodberg zuvor der Pfarrei Hornel und Sontra.

„Wir hatten einiges zu erledigen, sind jetzt aber froh, dass wir dieses Projekt so gut realisieren konnten“, erklärte Pfarrer Johannes Meier am Donnerstagabend. Die Idee einer Solaranlage kam auf, um die Löcher im Gemeindehaushalt zu stopfen, zuerst dachte man über eine eigene Photovoltaikanlage nach, dieses wäre aber ein zu großes unternehmerisches Risiko für die Gemeinde gewesen. „Wir haben ein Fundraising-Team gegründet, bei dem sich viele aktive Gemeindeglieder eingebracht haben, und konnten so und mit der Zustimmung der Kirchenvorstände aus Sontra und Hornel schnell los legen“, so Pfarrer Meier. Im vergangenen Oktober fanden die ersten Gespräche statt, im April wurde mit dem Bau der Anlage begonnen.

„Es macht uns stolz, dass sie so etwas geschafft haben, diese Aktion hat Modellcharakter für die Landeskirche“, so Ludgar Arnold, Vorstandsmitglied des Kirchenkreises. Der Solarpark Sontra-Brodberg II hat eine Leistung von 947,52 KWP und es wird mit einem Jahresstromerzeugungsschnitt von etwa 805950 KW/h gerechnet. „Mit der Anlage können wir alles kombinieren, angemessene Renditen, ökologischen Nutzen, Einnahmen für die Stadt Sontra in Form von Gewerbe- und Grundsteuer und Pacht für die Kirchengemeinde“, so Horst Brückmann von der STH Engineering GmbH, die ebenfalls den Solarpark Sontra-Brodberg I, genau unter der neuen Anlage, betreibt. Im Anschluss wurde die Anlage mit den Gästen, dem Fundraising-Team, den Investoren und den Kirchenvorstandsmitgliedern auf dem Brodberg noch besichtigt, damit sich jeder einen Eindruck der Anlage machen konnte. (sb)

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