Mittwoch, 28. Oktober, 19 Uhr

Runder Tisch in Sontra: Aktiv gegen den demografischen Wandel

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Bei der Ideenwerkstatt im Frühjahr: Im Gespräch mit Mitarbeiterin Kaya Kinkel erarbeiteten die Gäste Anregungen für die Stadt Sontra.

Sontra. Einen lokalen Demografie-Dialog gab es in Sontra schon, nun geht es auch mit dem Programm „Land mit Zukunft“ los.

Die Herbert Quandt-Stiftung und die Landesstiftung „Miteinander in Hessen“ laden daher ein, sich und ihre Ideen an einem runden Tisch am Mittwoch, 28. Oktober, vorzustellen und hoffen auf gute Mitarbeit der Bevölkerung. Beginn ist um 19 Uhr.

Worum geht es bei dem Programm „Land mit Zukunft“?  

Wie viele andere ländliche Regionen in Deutschland stehen auch in Nord- und Osthessen viele Kommunen vor großen Herausforderungen durch den demografischen Wandel. Das heißt, die Menschen werden älter und bekommen weniger Kinder. Junge Menschen ziehen zudem oft weg in die Großstädte. Für die Bürger auf dem Land ergeben sich daraus ganz praktische Fragen: Wie lässt sich der Alltag organisieren, wenn Geschäfte schließen, der Bus seltener fährt und es in der Nähe keinen Arzt mehr gibt? Wie kann das Lebensgefühl verbessert werden, wenn leerstehende Häuser das Stadtbild beeinträchtigen und am Selbstbewusstsein kratzen? Wie sieht die Zukunft der Vereine aus? „Land mit Zukunft“ soll helfen, Antworten auf diese Fragen zu finden aus eigener Kraft die Lebensqualität vor Ort zu verbessern.

Wie setzen die Initiatoren das um? 

In Sontra gab es im Januar 2015 schon einen Demografie-Dialog, an dem sich 200 Menschen beteiligt haben. Jetzt werden mit den dort angeregten Ideen und Themen weitergearbeitet und konkrete Projekte entwickelt.

Wie soll dieses Projekt für Sontra aussehen? 

Das bestimmen die Sontraner selbst. Am Runden Tisch können sie entscheiden, was ihnen besonders wichtig ist und welches Thema sie gerne angehen möchten. Im Januar haben die Sontraner schon spannende Vorschläge gemacht: So wollen viele die Zusammenarbeit der Vereine verbessern, mehr Angebote für Kinder und Jugendliche schaffen oder Alt und Jung stärker zusammenbringen. An diese Ideen wird jetzt angeknüpft.

Die beiden Stiftungen fördern das Projekt über drei Jahre mit insgesamt 60 000 Euro. Denn es soll ein rein bürgerschaftliches Projekt sein und ohne Hilfe der Stadt auskommen können.

Wer kann bei dem runden Tisch mitmachen? 

Alle, die sich und ihre Ideen einbringen wollen, sind herzlich willkommen. Einige Anmeldungen gab es schon, doch es sind noch Plätze frei. Wer mitmachen möchte, kann sich anmelden, entweder per Email an madeleine.buchmann@herbert-quandt-stiftung.de oder unter der Telefonnummer 030/2 57 67 98 30. (red/lad)

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