Stadtparlament ist sich endlich einig 

Awo-Kindergarten zieht in Sontraer Regenbogenschule

Das neue Zuhause: In die bald leer stehende Sontraer Regenbogenschule soll die Awo-Kindertagesstätte umziehen.
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Das neue Zuhause: In die bald leer stehende Sontraer Regenbogenschule soll die Awo-Kindertagesstätte umziehen.

Dem Umzug der Sontraer Awo-Kindertagesstätte in die bald leer stehende Regenbogengrundschule steht nichts mehr im Weg.

Das Stadtparlament hat die Summe von 1,4 Millionen Euro für den entsprechenden Umbau in den Haushalt eingestellt. Und auch alle beteiligten Akteure sind sich einig.

Den Ursprung hat die Entscheidung darin, dass aus dem jetzt eingruppigen Kindergarten einer mit drei normalen sowie einer Krippengruppe werden soll. Der aktuelle Standort im Jugendheim sei dafür ungeeignet, wie Bürgermeister Thomas Eckhardt erklärt. 

„Die Fläche dort ist begrenzt, und Barrierefreiheit ist in dem zweigeschossigen Gebäude nicht gegeben“, sagt der Verwaltungschef. Auch die Außenanlage befindet er für nicht kindgerecht geschweige denn groß genug.

Sontraer Kita erlebt Quanten Sprung 

„Im Jugendheim wäre maximal Platz für eine weitere Gruppe. Das wird dem zukünftigen Bedarf auch mit Blick auf den Autobahnausbau nicht gerecht“, sagt er.

Der Umzug der Awo-Kita in die Regenbogengrundschule, deren Schüler just auf den Schulcampus mit der Adam-von-Trott-Schule abwandern, sei nach einer Sanierung des Erdgeschosses ein Quantensprung für die Qualität der Einrichtung. Das bringe laut Eckhardt auch eine erhebliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Erzieherinnen und Erzieher mit sich. 

Bisher mussten viele Treppen mit kleinen Kindern gelaufen werden. „Ich bin daher sehr froh darüber, dass wir gemeinsam mit allen Beteiligten (Trägern, Fachaufsicht, Kita-Leitungen, Politik) diese gerade auch in die Zukunft ausgerichtete ideale Lösung und damit auch eine Folgenutzung für die Regenbogenschule gefunden haben“, freut sich der Bürgermeister über den Erfolg.

Es wird auch an den Restflächen gearbeitet

Parallel dazu arbeite man mit Hochdruck daran, eine Machbarkeitsstudie für die Restflächen des Areals mit der Kirche und weiteren Interessierten auszuarbeiten, die zeitnah präsentiert werden soll. Dafür stehen ebenso wie für die Sanierung Fördermittel in Aussicht.

Insgesamt investiert die Stadt 2020/2021 3,5 Millionen Euro ins Kindergartenwesen. Der evangelische Kindergarten wird um eine Krippengruppe erweitert und erfährt eine Sanierung der Einrichtung, was etwa 1,8 Millionen Euro kosten wird. Unter anderem gibt es ein neues Leitungsbüro und einen größeren Personalraum. 

Die katholische Kita soll ebenfalls aufgestockt werden. Investitionsvolumen hier: 408.000 Euro. Für alle Maßnahmen liegen Planungen vor, und die Förderanträge sind gestellt.

Hohe Investitionssumme zeigt die Wichtigkeit 

„Diese Investitionssumme macht deutlich, wie wichtig uns nach erfolgreichem Abschluss der Sanierungen der Kindergärten in den Stadtteilen Berneburg, Ulfen und Wichmannshausen der Zustand unserer anderen Einrichtungen ist.

Mit zirka 3,5 Millionen investieren wir in die Zukunft unserer Stadt“, so Eckhardt, der anfügt, dass die Notgruppe in Wichmannshausen perspektivisch geschlossen wird. Der Bedarf nach Plätzen sei gestiegen und werde sich künftig erhöhen. 

Da die anderen Kitas begrenzt oder nicht erweiterbar seien, habe auch der Faktor für einen Umzug der Awo-Kita gesprochen – eine runde Sache also. 

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