Sontra bekommt 60.000 Euro gegen demografischen Wandel

Sontra. Das Sontraer Engagement gegen den demografischen Wandel belohnt die Landesstiftung „Miteinander in Hessen“ gemeinsam mit der Herbert-Quandt-Stiftung. Beide haben Sontra als eine von sechs hessischen Kommunen für das Projekt „Land mit Zukunft“ ausgewählt. Die Stadt erhält die damit verbundene Förderung von 60.000 Euro.

Mitarbeiter beider Stiftungen sind in den vergangenen Wochen intensiv in die Regionen Nord- und Osthessen gereist, in denen der Strukturwandel besonders deutlich ausgeprägt ist. Dort haben sie viele Gespräche in Gemeinden zwischen 3000 und 15 000 Einwohnern geführt, um besonders geeignete Kommunen zu finden. Neben Sontra wurden Bad Karlshafen, Homberg (Efze), Schlitz, Tann und Waldeck ausgewählt. „In all diesen Gemeinden gibt es viele aktive Bürger, die etwas verändern wollen“, sagt Staatsminister Axel Wintermeyer, Vorstandsvorsitzender der Landesstiftung.

Den Auftakt zum Projekt bilden laut einer Pressemitteilung Bürger-Dialoge, die im Juni beginnen. Dabei sollen die besonderen Bedingungen in den jeweiligen Gemeinden erörtert und erste Ideen entwickelt werden. Im Anschluss werden die Vorhaben dann im Detail ausgestaltet und in die Tat umgesetzt. Dafür erhalten die Gemeinden das Fördergeld verteilt auf drei Jahre. Der gesamte Prozess wird von den Organisatoren der beiden Stiftungen moderiert und begleitet.

Wissenschaftliche Studien zu Beginn und zum Abschluss der Projektphase sollen die Entwicklungen dokumentieren und die Ergebnisse auswerten. „Neben der Förderung vor Ort möchten wir auch Erkenntnisse gewinnen, die auf andere Städte und Regionen übertragbar sind“, beschreibt Dr. Christof Eichert, Vorstand der Herbert-Quandt-Stiftung, ein Anliegen des Programms.

Von Lasse Deppe

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