„Wie ein Sechser im Lotto“

Privater Investor saniert Pfarrhaus Ulfen und vermietet es jetzt

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Einweihung der neuen Kirchenräume im Pfarrhaus von Ulfen: Neben den Mitgliedern der Kirchenvorstände konnte Pfarrerin Rita Reinhardt (links), Karl (Zweiter von links) und Oliver Stauffenberg (Sechster von rechts) sowie Bürgermeister Thomas Eckhardt begrüßen. 

Ein privater Investor hat das Pfarrhaus in Ulfen saniert und möchte es nun vermieten. Jetzt wurde das Haus eingeweiht.

Die Kirchengemeinde Ulfen stand vor einigen Monaten noch vor großen Problemen. Weil die Landeskirche die Sanierung des 160 Jahre alten Pfarrhauses nur unterstützen wollte, wenn auch eine Pfarrwohnung integriert wäre, musste eine andere Lösung her. Die Rettung nahte, weil die Landeskirche Kurhessen-Waldeck das Haus an einen privaten Investor verkauft hat. Jetzt wurde das Haus eingeweiht.

Karl und Oliver Stauffenberg vom gleichnamigen Heizung-Sanitär-Betrieb in Ulfen haben das Haus erworben. Im ersten Bauabschnitt die Kellerräume renoviert und langfristig an die Kirchengemeinde vermietet. Entstanden sind auf diesem Wege ein Büro für die Pfarrerin, ein Versammlungsraum für die Gemeinde, Toiletten, eine Küche und ein Archivraum. Und das alles mit einer separaten Eingangstür. „Es handelt sich hier um ein ganz neues Modell der Landeskirche, das für uns wie ein Sechser im Lotto daherkommt“, sagt Pfarrerin Rita Reinhardt.

Feierliche Einweihung nach der Renovierung

Groß war der Bahnhof bei der feierlichen Einweihung nach der Renovierung der Räume im Pfarrhaus der evangelischen Kirchengemeinde in Ulfen. Pfarrerin Reinhardt begrüßte neben den Vorständen des Kirchspieles Ulfen mit den Orten Krauthausen, Breitau, Blankenbach und Wölfterode auch Dekan Dr. Martin Arnold, Wilhelm Kniffert von der Landeskirche, die Eigentümer Karl und Oliver Stauffenberg sowie Bürgermeister Thomas Eckhardt und zahlreiche Vereinsmitglieder.

Die Pläne für das alte Pfarrhaus gehen noch weiter. Karl Stauffenberg: „Im zweiten Bauabschnitt wollen wir im ersten Stock mehrere Singlewohnungen errichten und zur Miete anbieten und im Dachgeschoss eine große Einheit mit 120 Quadratmetern.“ Sohn Oliver Stauffenberg hatte zunächst die Befürchtung, „dass gesagt wird, die Kirche geht jetzt in den Keller. So haben wir uns auf Parterre geeinigt und der Eingang ist ja ohnehin direkt von der Straße aus zu erreichen.“

"Die wunderschönen Räume sprechen Bände"

Gutes Wirken im neuen Domizil wünschte Bürgermeister Thomas Eckhardt: „Die wunderschönen Räume sprechen Bände, das Mauerwerk hat Substanz, das Haus wird nach der kompletten Sanierung den Stadtteil Ulfen weiter aufwerten.“ Auch für den Einsatz von Pfarrerin Rita Reinhardt, der er Beweglichkeit und Übersicht bescheinigte, fand er lobende Worte.

Kastenmeister Willi Eckhardt bedankte sich ebenfalls: „Wir müssen an alle Dörfer unseres Kirchspiels für die Vielzahl an finanziellen Spenden ein Vergelt’s Gott adressieren, weil wir ja auch neues Mobiliar dringend gebraucht haben.“

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