Sontra - über 250 exotische Bewohner

Reptilien-Auffangstation: Hier leben gefährliche Tiere

+
Exotisch: die Weißknie-Vogelspinne. Sie ist einer der insgesamt 250 Bewohner der Reptilien-Auffangstation in Sontra. Die Einrichtung besteht seit nunmehr elf Jahren.

Klapperschlangen, Vogelspinnen, ja sogar eine giftige Speikobra: Rund 250 exotische Bewohner bevölkern die Reptilien-Auffangstation in Sontra.

  • Auffangstation für Gefahr- und Gifttiere in Sontra
  • Fütterungen können von Interessierten beobachtet werden
  • 250 exotische Bewohner: Spinnen, Schlangen, Aras und Co

250 exotische Bewohner hat die Berg- und Hänselstadt Sontra, von denen viele gar nichts wissen. „Viele Besucher kommen vorbei und sind ganz erstaunt, weil sie noch nie etwas von uns gehört haben“, erklärt Reptilien- und Gefahrtierpfleger Peter Wieschnewski. Dabei besteht der Reptilienzoo mittlerweile im elften Jahr in der Mühlbergstraße 12, direkt am Waldrand.

Von kleinen Skorpionen bis hin zu großen Schlangen oder Schildkröten kann man donnerstags bis sonntags hier 250 exotische Tiere anschauen.

Auffangstation für Gefahr- und Gifttiere in Sontra

Aber der Reptilienzoo ist viel mehr als ein gewöhnlicher Zoo, er ist eine Auffangstation für Gefahr- und Gifttiere sowie für Panzerechsen. Werden in Hessen oder Thüringen Gefahrtiere durch eine Behörde sichergestellt, werden sie in Sontra aufgenommen.

„Oft bekommen Familien Nachwuchs und ihnen ist eine Schlangenhaltung dann zu gefährlich oder Behörden stellen Tiere bei einer Hausdurchsuchung sicher, die so gar nicht gehalten werden dürfen, dann kommen die Tiere erst mal zu uns“, erklärt Peter Wieschnewski.

Die Auffangstation in Sontra ist die einzige offizielle in Hessen und Thüringen. Mit der Auffangstation Rheinberg, die Tiere aus Nordrhein-Westfalen aufnimmt, nimmt die Auffangstation Sontra pro Jahr zwischen 3.000 und 3.500 Tiere auf.

Zwischenstation oder neues Zuhause?

Für die meisten Tiere ist Sontra nur eine Zwischenstation, anschließend werden sie an Zoos oder Privatpersonen, die die Tiere halten dürfen, weitervermittelt. „Manche Tiere bleiben aber auch länger bei uns, zu diesen baut man dann eine besondere Beziehung auf“, so Wieschnewski.

Faszinierend: die Bartagame. Für die meisten Tiere ist Sontra nur eine Zwischenstation, dann werden sie weitervermittelt.

So etwa ein Netzpython, der vor sechs Jahren nach Sontra kam. „Damals war er etwa 1,70 Meter groß, mittlerweile ist er 4,5 bis fünf Meter lang und noch lange nicht ausgewachsen“, fügt der Tierpfleger an. Bis zu neun Meter kann die Schlange werden, für Zoos ist sie damit uninteressant. Gefüttert wird in der Auffangstation von täglich bis 14-täglich.

Exotik pur - Von Alligatoren bis Vogelspinnen

Wer Glück hat, kann vor Ort erleben, wie Schlangen sich ihre Nahrung selbst fangen und anschließend eine Maus oder einen Hamster verspeisen. Neben vielen Schlangen sind auch viele Vogelspinnen heimisch in der Auffangstation.

Auch einen Alligator, der in einem verwahrlosten Zustand in einem Zirkus sichergestellt wurde, sowie viele kleine und große Schildkröten kann man vor Ort anschauen.

Faszinierend: die Bartagame. Für die meisten Tiere ist Sontra nur eine Zwischenstation, dann werden sie weitervermittelt.

Für die Tiere nur das Beste: In Sontra gibt es Außen- und Innengehege

Vier Jahre ist es mittlerweile her, dass die Kängurus im Außengehege den ersten Nachwuchs bekamen, mittlerweile hüpfen die niedlichen Tiere zu acht über die Wiese. Dazu gesellt sich aktuell ein Nandu. Zudem halten zwei Aras in der Auffangstation die Besucher und Tierpfleger Peter Wieschnewski auf Trab.

Prächtiges Gefieder: der Ara.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare