Blitzen, bestrafen, belohnen

Sontra: Viertklässer der Regenbogenschule fühlen Temposündern auf den Zahn

+
Vorbildlich: Karin Hupfeld aus Sontra (links) hielt sich an das Tempolimit vor der Regenbogenschule. Dafür gab es als Belohnung von den Schülerinnen (von links) Paulina, Anastacia und Samantha die grüne Karte, im Hintergrund steht Polizist Guido Schilling.

Sontra. Bei der Aktion „Blitz for Kids“ haben Polizisten gemeinsam mit der Klasse 4b der Regenbogenschule Sontra die  Geschwindigkeiten von Autofahrern gemessen und diese belohnt oder eben abgestraft.

„Sie haben alles richtig gemacht. Bitte fahren Sie so weiter“, sagt die kleine Samantha zu Karin Hupfeld aus Sontra. Die hat sich an das Tempolimit von 30 Kilometern pro Stunde vor der Regenbogenschule in Sontra gehalten. Als Belohnung gab es die grüne Karte von Samantha und ihren Freundinnen Paulina und Anastacia. 

„Es geht uns darum, dafür zu sensibilisieren, in der Nähe von Grundschulen die Vorgaben zu beachten. Das ist wegen der Schulanfänger besonders wichtig“, erklärte Rüdiger Willich, Leiter des regionalen Verkehrsdienstes der Polizeidirektion Werra-Meißner. 

Wer zu schnell war, erhielt von den Kindern als Warnung eine gelbe Karte (ab einer gewissen Zahl auch Bußgeld). Wer vorschriftsmäßig unterwegs war, die grüne. Der positive Nebeneffekt sei, den Kindern richtiges Verhalten auf spielerische Art und Weise mit auf den Weg zu geben.

„Dazu kommt, dass es Autofahrern im Gedächtnis bleibt, wenn sie direkt von den Schülern angesprochen werden. Daran erinnern sie sich, wenn sie wieder hier vorbeikommen und fahren dann hoffentlich ordnungsgemäß“, berichtete Guido Schilling, der bei der hiesigen Polizei für die Verkehrserziehung zuständig ist. 

Bei den Kindern der Regenbogenschule kam die Aktion jedenfalls gut an. „Ich finde es total cool, dass wir die Autos anhalten dürfen wie echte Polizisten“, sagt beispielsweise Milla Sippel mit einem Lächeln im Gesicht.

Ganz selbstverständlich ergänzt Grundschüler Tamino einen Beamten im Gespräch mit einem Pkw-Fahrer. „Jaja, bei ihnen war alles in Ordnung“, gab er zu verstehen und nickte bestätigend. Doch nicht alle Leute hielten sich an das Tempolimit in Sontra.

In diesen Fällen richteten die Kinder mit Unterstützung der Gesetzeshüter sensibilisierende Worte an die Menschen am Steuer. Auf der gelben Karte stand, dass man sich vorbildlich verhalten und umsichtig fahren soll. Daneben gab es eine Bremsweg-Skizze und Bilder von rennenden Kindern auf der Straße zu sehen. Denn: Ein paar km/h können über Leben und Tot entscheiden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.