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Sontra: Stadtteil Weißenborn holt Jubiläumsfeier nach

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Von: Julia Stüber

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Weißenborn, der Stadtteil von Sontra, will ab dem 17. Juni feiern. Der kleine Ort lädt unter anderem zu Musik, Tanz und einem Heimatabend ein.
Weißenborn, der Stadtteil von Sontra, will ab dem 17. Juni feiern. Der kleine Ort lädt unter anderem zu Musik, Tanz und einem Heimatabend ein. © privat

Sontras Stadtteil Weißenborn holt 675-Jahrfeier ab dem 17. Juni nach

Weißenborn – Ritter Ludwig von Boyneburg lieh dem Landgrafen Heinrich II. 200 Mark Silber – um ihm dafür die Dörfer Wyzenborne, Kruthusen, Schigeberg und Teile der Dörfer von Graneborn und Breytuwe zu verpfänden. Im Dezember 1345 wurde der Ort „Wyzenborne“ das erste Mal urkundlich erwähnt. Deutlich später – 677 Jahre – soll in Sontra-Weißenborn gefeiert werden. Denn die Einwohner holen die 675-Jahrfeier nach, die aufgrund der Pandemie in 2020 verschoben werden musste.

Doch zurück zur Geschichte: Ab dem Jahr 1458 wurde das kleine Örtchen im Sontraer Erbregister als „Wissenborn“ – auf Platt bis heute – weitergeführt. Zwischen 1458 und 1840 schrieb man den Ort dann auch irgendwann Weissenborn, ab 1840 dann Weisenborn. Ab wann Weißenborn mit „ß“ geschrieben wurde, steht nirgendwo geschrieben. Weißenborn befand sich immer wieder im Wandel.

Schon 1345 als „Wyzenborne“ erwähnt

Zwischen 1627 und 1834 gehörte der Ort zur Landgrafschaft Hessen-Rotenburg. Von 1787 bis 1974 war es dem Königreich Westfalen und Preußen und schließlich dem Land Hessen mit Regierungsbezirk Kassel angeschlossen. Nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1971 war der Ort dem Landkreis Rotenburg/Fulda zugehörig. Ab der Gebietsreform am 1. Februar 1971 gehörte Weißenborn dann zu Sontra.

Besonders sind in dem Dorf übrigens die Dorfkirche und die alte Linde direkt daneben. Der Baum ist etwa 200 Jahre alt. Das Mauerwerk der Kirche stammt aus dem 13. Jahrhundert. In ihrem aus dem Jahre 1700 stammenden Glockenturm sollte einst eine 675 Jahre alte Silberglocke läuten. Sie wurde irrtümlich im Ersten Weltkrieg abgeliefert, rutschte den Trägern bei der Abnahme jedoch von den Schultern und zerbrach in mehrere Stücke.

Die Einwohner

Im Jahre 1538 gab es 14 bewohnte Häuser, heute sind es 33 Häuser und 73 Einwohner. Die meisten Einwohner gab es laut Hessischem Statistischen Landesamt im Jahre 1946 mit 190 Personen. Die durchschnittliche Einwohnerzahl seit 1834 liegt bei etwa 130 bis 140 Personen.

Das Programm

Die Feierlichkeiten zur 675-Jahrfeier beginnen am Freitag, 17. Juni, ab 18 Uhr mit einem Dämmerschoppen.

Am Samstag ab 19 Uhr geht es mit einem Heimatabend mit Musik, Tanz und Leckereien vom Grill weiter. Ein Gottesdienst ab 11 Uhr erwartet die Besucher am Sonntag, anschließend gibt es Mittagessen mit Grillspezialitäten. Ab 13 Uhr folgt ein Festkommers, ab 15 Uhr gibt es Kaffee und Kuchen. (Von Julia Stüber)

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