Beweglich und sicher

Sontraer Feuerwehrleute bekommen neue Schutzkleidung

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Drei Anzüge im Einsatz: (von links) Marvin Weichgrebe mit dem neuen „Fire Max 3“, Lucia Engel in der normalen Schutzkleidung und Maximilian Bauer mit dem Vorgängermodell der Brandschutzkleidung.

Sontra – Die Atemschutzgeräteträger aller Feuerwehren im Sontraer Stadtgebiet dürfen sich auf neue Schutzkleidung freuen: Schritt für Schritt werden jene Aktiven in den kommenden Jahren mit dem „Fire Max 3“ ausgestattet.

20.000 bis 25.000 Euro stellt die Stadt dafür jährlich im Haushalt bereit, wie Stadtbrandinspektor André Bernhardt jetzt mitteilt.

„Wir wollen beste Qualität bei größtmöglichem Schutz für unsere Feuerwehrleute. Das bekommen wir damit hin“, sagt Bernhardt, der sich auf eine zweijährige Testphase beruft. Denn fünf der neuen Anzüge befinden sich schon im Besitz der Sontraer Brandschützer, wurden aber erst mal auf Herz und Nieren geprüft, um bei der Investition nicht voreilig zu sein.

„Ein Vorteil im Einsatz ist, dass der Anzug nur 3,1 Kilogramm wiegt, die alten lagen bei über fünf. Zudem ist die Jacke kürzer und hängt nicht über die Beine. Damit sind wir im Einsatz beweglicher, was bei Wohnungsbränden auf engem Raum viel wert sein kann“, berichtet Bernhardt. Denn der Schutz vor Flammen sei dadurch nicht schlechter geworden – im Gegenteil. „Die Kleidung hält Temperaturen bis 1000 Grad aus, was fernab der Realität ist. Man ist also vor dem Feuer perfekt geschützt, aber trotzdem weniger angestrengt im Einsatz.“

Weitere Vorteile seien der viele Stauraum für Ausrüstung, die großen Reflektoren, besserer Schweißauslass und ergonomisch vorgeformte Ellbogen. Übrigens: Alle die, die nicht so viele Einsätze unter Atemschutz im Jahr fahren, behalten weiterhin ihre bisherige Brandschutzkleidung. Dazu hat jeder Feuerwehrmann einen normalen Schutzanzug, der bei Einsätzen ohne Brand genommen wird. „Beispielsweise, wenn irgendwo ausgelaufenes Benzin oder Diesel weggepumpt werden muss. Mit der Kleidung kann man nicht am nächsten Tag einen Brand löschen“, sagt Bernhardt. Moderne Helme und Stiefel runden den Schutz dann ab.

Bernhardt zeigt sich dankbar für die Unterstützung seitens der Stadt, die für die Belange der Feuerwehr in Sontra immer ein offenes Ohr habe und nicht nur in diesem Fall auch die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung stelle für den Schutz der Aktiven sowie der Bürger.

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