Karneval in Sontra

Mit Pfarrer und Hänselmeister: Sontraer Narren begeistern 230 Karnevalisten

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Das Dreigestirn überzeugte mit Geschichten von Loriot und Dinner for one: (von links) Lektorin Claudia Deist (Pfarrerin Feist), Pfarrer Axel Aschenbrenner (Herr Staubbrenner) und Hänselmeister Daniel Kohl (Herr Wirsing).

Vier Stunden drehte sich das Narrenkarussell im hohen Tempo, dabei jagte ein Höhepunkt den nächsten. Die Sontraer Karnevalisten Hänselsänger strotzen nach wie vor mit Ideenreichtum.

Der Vorsitzende Bernhard Walter, der das Ruder von „Mister Karneval“ Günter Heese übernommen hat, legte die Messlatte zwar im Vorfeld wegen personeller Probleme eine Stufe tiefer, was aber unbegründet war, denn die Hänselsänger und Gäste brannten ein Feuerwerk ab. Der Lohn dafür: 230 Besucher verabschiedeten die Protagonisten beim finalen Steigerlied mit Beifallsstürmen.

Apropos Walter: Wer in kompletter Familienstärke mitwirkt, wie die vier Walters, der muss sich keine Gedanken über das Niveau machen. Neben Bernhard, der – natürlich gewollt – den Ablauf und die Ankündigungen ein bisschen schläfrig durcheinanderbrachte, glänzte auch Ehefrau Edda am Schifferklavier. Und dann sind da noch die Söhne: Lars begeisterte mit einem Solo das Publikum, und Björn, dem die hochwertigen Musikvorträge quasi in die Wiege gelegt wurden.

Auch Ex-Chef Günter Heese erwischte immer wieder des Pudels Kern: Egal, ob als Schluckspecht an der Seite von Schnapsdrossel Gabi Pfaff-Siebert, oder zusammen mit Bernhard Walter als Ü60-Hänselsänger, von denen auch Bürgermeister Thomas Eckhardt sein Fett abbekam.

Drei der zehn Hänselsänger: (von links) Michael Himpel, Chef Bernhard Walter und Holger Reimold.

Auch seine Moderation beim Auftritt des Dreigestirns Claudia Deist (als Pfarrerin Feist), Daniel Kohl (als Herr Wirsing) und Axel Aschenbrenner (als Herr Staubbrenner) setzte das Trio ins rechte Licht. Großartig deren kurzweilige Trilogie, bei der der evangelische Pfarrer von Sontra, Axel Aschenbrenner, und Hänselmeister Daniel Kohl Erinnerungen an die Badewannenszene von Loriot mit Dr. Klöbner und Müller-Lüdenscheidt weckte. Ein Angriff auf die Lachmuskeln der Ausflug zu Miss Sophie (Claudia Deist) und Butler Freddie Frinton, dessen Aufgaben, das Servieren und Mittrinken, sich das Männerduo Aschenbrenner/Kohl teilte.

Traditionell marschierten die „zehn kleinen Hänselsänger“ mehrmals zu ihren Gesangsdarbietungen auf die Bühne, Höhepunkt dabei das von Bernd Köcher getextete Lied „Schönes Sontra“ zur Musik der „Mona Lisa“ von den Flippers. Auch die Hänselsängerfrauen wussten als Entkleidungskünstler zu gefallen, und als singende Witwen machten sie deutlich, dass sie wieder zu haben sind.

Reichlich Augenschmaus bescherten die Tanzgruppe „Levitation“ unter der Leitung von Sabrina Schindler und die Garde aus Heyerode, die von Sarah Lange und Lena Hollstein trainiert wird. Die zwei alten Frauen (Lara Siebert und Lena Preiß) sowie die rheinische Frohnatur Christine Küllmer komplettierten mit Büttenreden.

Am Ende adressierte Bernhard Walter nette Dankesworte an alle, die vor, auf und hinter der Bühne zum Gelingen beigetragen haben, um dann zum Tanz mit der Band „The Querbeats“ einzuladen. Übrigens: Für nächsten Samstag gibt es noch Karten zur Prunksitzung Teil zwei.

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