200 Besucher Teilnehmer

Ideenwerkstatt: Sontraer wollen ein Ärztehaus

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Lokale Demografie: Die Veränderung der Altersstruktur spielt beim Dialog in der Ideenwerkstatt in Sontra eine wichtige Rolle. Heinrich Senf (links) und Manuel Heußner sammeln Vorschläge.

Sontra. Die Ideen der Menschen in Sontra sind vielfältig, wenn es darum geht, die Lebensqualität in der Stadt zu verbessern. Ein Vorschlag: ein Ärztehaus. Mehr als 200 Besucher kamen am Mittwochabend in das Sontraer Bürgerhaus, um an der ersten Ideenwerkstatt unter dem Titel„Lokaler Demografiedialog" teilzunehmen.

Mit soviel Zuspruch hatte Bürgermeister Thomas Eckhardt nicht gerechnet: „Wir hatten rund 60 Teilnehmer erwartet, sind jetzt aber total begeistert, dass so viele Menschen sich für ihre Stadt und deren Zukunft einbringen wollen“, sagte Eckhardt in seinen Begrüßungsworten.

Martina Selzer von der gleichnamigen Konzept-Firma, die den gesamten Dialog leitet und auch bereits den Fragebogen in Zusammenarbeit mit der Stadt konzipierte. „Bei der Auswertung der Fragebögen haben wir bereits viele schöne Anregungen bekommen, zu denen wir heute noch weitere Ideen erarbeiten wollen.“ Insgesamt kamen 247 ausgefüllte Fragebögen zurück.

In vier verschiedene Themengebiete gliederte Martina Selzer die Verbesserungsvorschläge, zu denen die Besucher am Mittwochabend ihre Ideen und Anregungen abgeben konnten. Unter dem ersten Punkt, der Stadt(teil)entwicklung, wurden Themen wie Arbeit, Wirtschaft, Nahversorgung und Vermarktung zusammengefasst. Hier wünschten sich die Bürger vor allem, dass Arbeitsplätze gefördert und gesichert, sowie Firmen und Gewerbe unterstützt werden sollen. Der Leerstand in der Innenstadt soll behoben werden, und die Vermarktung des Tourismus soll besser gefördert werden.

Unter dem Stichwort „technische Infrastruktur“ wurden Mobilität, Infrastruktur, Sauberkeit und Ordnung sowie Wohnen zusammengefasst. Hier wünschen sich die Bürger auch in Zukunft eine gute Verkehrsanbindung, den Erhalt und den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, die Sanierung von Straßen und Gehwegen sowie Barrierefreiheit zum Beispiel am Bahnhof.

Beim dritten Punkt, hier geht es um die soziale Infrastruktur, wurde über Kultur- und Freizeitangebot sowie über das Ehrenamt geredet. Die Wiederbelebung des Bürgerhauses, die Förderung der Jugendarbeit, Veranstaltungen für junge Leute, aber auch Angebote für Senioren in den Stadtteilen sind die wichtigsten Anliegen. Schließlich thematisierten die Teilnehmer medizinische Altersversorgung. Die Schaffung eines Ärztehauses wurde vorgeschlagen. Die Sontraer wünschen sich eine Arztsprechstunde in den Dörfern und weitere Seniorenwohnanlagen mit betreutem Wohnen und mobiler Pflege.

Aus den abgegebenen Ideen sollen nun Arbeitsgruppen gebildet werden, die konkret an deren Umsetzung arbeiten.

Von Sonja Berg

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