Geschichte zum Anfassen

Sparkassenstiftung unterstützt Museumshof in Wichmannshausen

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Große Freude für Kinder und Erwachsene: In der historisch eingerichteten Schule, mit Schiefertafel und Griffel zum Ausprobieren, hatten Stefan Gut, Arno Maske und Holger Wilhelm große Freude, ihren Namen zu schreiben wie Schüler vor 50 Jahren.

„Wir haben ein Museum zum Anfassen“, erklärt der Vorsitzende des Museums Wichmannshausen, Arno Maske.

Am Mittwochnachmittag, im Rahmen der Sanierung des Museumshofes in Wichmannshausen, präsentierten die Verantwortlichen den aktuellen Baustand und zeigten die neuen Museumsvitrinen sowie den Baufortschritt des Brunnens. Arno Maske und das Museumsteam begrüßten zunächst die Vertreter der Sparkasse, die maßgeblich die Sanierung finanziert haben, Schlossherr Baron Otto von Boyneburgk und Holger Wilhelm, der das Museum handwerklich mit seiner Firma unterstützt hat.

Die Sanierung des Schlosshofes hat die gemeinnützige Stiftung der Sparkasse Werra-Meißner seit 2017 mit 10 300 Euro unterstützt. „Wir freuen uns, dass die Verantwortlichen ihre Ideen so tatkräftig und entschlossen umgesetzt haben. Auf dem Weg, den Museumshof zum attraktiven Dorfmittelpunkt weiterzuentwickeln, haben wir uns gern finanziell eingebracht“, sagt Stefan Gut, als Vertreter des Sparkassenvorstandes.

Nach einem ausdrücklichen Dank an alle Mitwirkenden des Museumshofs, bei Getränken und Häppchen, folgte eine Entdeckungstour aller Gäste durch das 300 Quadratmeter große Museumsgebäude.

Auf zwei Stockwerken wird das bäuerliche Leben aus früheren Zeiten dargestellt. Die Ausstellungsgegenstände stammen größtenteils aus Wohnungsauflösungen, von Flohmärkten und aus Spenden. „Wir spielen gerne ein Ratequiz mit den Besuchern der Ausstellung“, schmunzelt der Museumsvorsitzende. Dabei dürfen Kinder und Erwachsene raten, wofür die alten Gegenstände einmal genutzt wurden. Auch am Mittwochnachmittag sorgten manche Gegenstände aus dem Museumssortiment für Fragen. „Ich bin immer erstaunt, wenn Großeltern mit ihren Enkeln zu uns kommen und ihnen die alten Maschinen erklären, mit denen sie teilweise selber noch gearbeitet haben“, erzählt Otto von Boyneburgk. Das Museum ist zum Anfassen und zum Erleben. So ist es möglich, dass fast alle Ausstellungsstücke, wie Handwerks- und Küchengeräte, Kleidungsstücke und Puppen angefasst werden können, weil größtenteils auf Absperrungen verzichtet wird.

„Das Anfassen und Erleben macht es auch für Kinder spanend. Wir haben altertümliche Anziehsachen für die Kinder, mit denen sie verkleidet das Museum erkunden können“, grinst Maske.

Das nächste Ziel wird es sein, den Schlossbrunnen zu vollenden, dafür eine Überdachung zu bauen und den alten Webstuhl wieder in Gebrauch zu nehmen. Als Nächstes freut sich Arno Maske auf die bevorstehende Museumsnacht am Samstag, 26. Oktober. Das Team lädt ab 19 Uhr zu gemütlichen Stunden mit Kerzenschein und musikalischer Begleitung auf Gut Boyneburg ein.

Von Carolin Eberth

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