Leerstand ist ein Problem

Stadtentwicklungskonzept „Sontra 2030“: Studenten stellen erste Ergebnisse vor

Optimistisch: „Das Konzept bietet jede Menge Ansatzpunkte, die wir unmittelbar aufgreifen können“, sagt Sontras Bürgermeister Thomas Eckhardt. Die öffentliche Vorstellung des finalen Stadtentwicklungskonzepts ist für April vorgesehen. Archivfoto: privat

Sontra. Die Studierenden der Universität Kassel haben erste Ergebnisse des Stadtentwicklungskonzepts „Sontra 2030“ vorgestellt. Positiv fiel etwa auf, dass der Niederstadtplatz als Freifläche mit Café neue Blickwinkel öffnet.

Verbesserungsbedarf sehen die Wissenschaftler indes beim Leerstand und regen an, den Marktplatz aufzupeppen.

Die Ausgangssituation

Seit Oktober forschen Stadtplanungs-Studenten mit zwei Lehrenden der Hochschule in Sontra. Ziel der jetzigen Zusammenkunft war, einen ersten Eindruck über Probleme und mögliche Lösungsstrategien für das Stadtentwicklungskonzept vorzustellen und einen Austausch anzuregen. Gegliedert ist die Arbeit in mehrere Themenkomplexe: Einführung, Methodik, Zielsystem, Zielgruppenprofile, Analyse sowie die Bereiche Leitbild und umfangreicher Maßnahmenkatalog.

Die Probleme

Für die Gebietsabgrenzung wurden insbesondere die Innenstadt zwischen Barbaraplatz und dem Sontraer Bahnhof unter die Lupe genommen. Problemstellungen entdeckten die Studierenden im Bevölkerungsrückgang, der den ländlichen Raum allgemein hart trifft, in der Überalterung und dem damit verbundenen Wegzug junger Menschen, in der drohenden medizinischen Unterversorgung und in der akuten Leerstandssituation von privaten und gewerblich betriebenen Immobilien. Die Bestandsanalyse zeigte, dass Handlungsbedarf in der Parkraumbewirtschaftung, beim Stadtmobiliar, bei Beleuchtungskonzepten und beim Thema Barrierefreiheit in der Innenstadt besteht.

Die Lichtblicke

Mit Blick auf die Stadtmitte haben sich die Studierenden intensiv mit dem Niederstadtplatz beschäftigt, der laut ihnen als Freifläche mit Café neue Blickwinkel zur Niederstadtstraße öffnet. Aufenthaltsflächen und Wohnbebauung am Mühlgraben sorgten zudem für ein angenehmes Flair.  Im Bereich Breitwiese kam ein zweiter Flusslauf mit Uferpromenade hinzu, der auch touristische Nutzungsmöglichkeiten aufzeige. In der Bäckergasse entstand eine Begegnungsstätte.

Breite Bürgersteige, Grünflächen und die Senkung der Parkraumdominanz im Bereich der Burhaver Straße verbessern gemäß Analye die Wahrnehmung als Eingangsportal zur Innenstadt. Auch ging es um etwaige Nutzungskonzepte für die Regenbogenschule und die Neugestaltung des Marktplatzes, der wieder vermehrt Veranstaltungen beheimaten soll.

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