Flyer bietet die Möglichkeit zu Anregungen und Kritik

Mit Fragebögen: Sontras Bürger sollen ihre Meinung äußern

Hofft auf die Unterstützung der Sontraer: Bürgermeister Thomas Eckhardt mit den Fragebögen, die in dieser Woche an alle Haushalte verteilt werden und auch im Internet auf der Seite der Stadtverwaltung abrufbar sind. Foto: Deppe

Sontra. Ob fehlender Nachwuchs in Vereinen, seniorengerechtes Wohnen oder sinkende Bevölkerungszahlen in ländlichen Regionen – der demografische Wandel zeigt sich in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens. Um den Folgen der sich verändernden Altersstruktur entgegenwirken zu können, geht die Stadt Sontra auf ihre Bürger zu.

Das Projekt „Demografie-Dialog“ bietet die Möglichkeit, anonym Meinungen zu äußern, Veränderungen anzuregen und mitzugestalten.

In dieser Woche soll ein entsprechender Fragebogen an alle Sontraer Haushalte verteilt werden. Fünf Fragenkomplexe werden darin abgehandelt. Es geht um die private Wohnsituation, die Identifikation mit der Stadt, Probleme durch die sich verändernde Altersstruktur und die Öffentlichkeitsarbeit des Rathauses. „Was schätzen Sie an Sontra besonders?“ oder „Wo sehen Sie Probleme, die dringend angegangen werden müssen?“ lauten beispielsweise die Fragen. In den meisten Fällen kann aus mehreren Antworten ausgewählt werden. Daneben gibt es Platz für selbst formulierte Bemerkungen. Der Fragebogen ist zusätzlich auf der Internetseite der Stadt www.sontra.de abrufbar und kann bis 31. Dezember im Bürgerbüro abgegeben oder per Post an den Magistrat, Marktplatz 6, 36025 Sontra geschickt werden.

Im Anschluss an die Auswertung startet dann laut Bürgermeister Thomas Eckhardt eine Veranstaltungsreihe, bei der Privatpersonen, Initiativen, Verwaltung, Vereine und Verbände Probleme und Anregungen diskutieren und gemeinsam Lösungen entwickeln sollen. „Ich erhoffe mir da einen lebhaften Dialog“, sagt Eckhardt. Los geht es mit der Ideenwerkstatt „Lokaler Demografie-Dialog“, am Mittwoch, 14. Januar, von 19 bis 21.30 Uhr im Sontraer Bürgerhaus.

Möglich wurde das gesamte Projekt durch die erfolgreiche Bewerbung der Stadt bei einem Wettbewerb der Hessischen Staatskanzlei. Befragung und Ideenwerkstatt werden daher jetzt vollständig aus Landesmitteln finanziert. Eckhardt bleibt jetzt vor allem, auf eine rege Beteiligung der Bürger zu hoffen.

Von Lasse Deppe

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