Nun muss Wiesbaden über Straßensanierung zwischen Stadt- und Thurnhosbach entscheiden

Straßen-Resolution verabschiedet

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Die etwa einen Kilometer lange Straße zwischen Thurnhosbach und Stadthosbach gleicht einer viel zu engen Buckelpiste: Überall sind Risse, Löcher und Flickwerk zu sehen, die die Straße gefährlich machen.

Hosbachtal. Die Straße zwischen Thurn- und Stadthosbach gleicht eher einer Buckelpiste als einer verkehrstauglichen Straße. Darauf haben die Bürger der beiden Sontraer Ortsteile in einer Demonstration aufmerksam gemacht, an der über 60 Betroffene aus den Stadtteilen teilnahmen (WR berichtete).

Am vergangenen Dienstag nun stimmten die Stadtverordneten in Sontra einstimmig für eine Resolution, die die sofortige Sanierung der Straße fordert. Bürgermeister Karl-Heinz Schäfer hatte die Resolution vorgelesen, in der deutlich geschrieben steht, dass die Straße eine Gefahr darstellt. „Sie entspricht nicht den Vorgaben der Straßenverkehrsordnung“, sagte Klaus Kollmann, Ortsvorsteher von Thurnhosbach. Er selbst hat drei Kinder, die er nur ungern die Straße benutzen lässt.

In der kommenden Woche sollen die Transparente der Demonstration an den Ortseingängen aufgehängt werden, teilte er mit. Ansonsten hoffe man nun auf eine positive Nachricht aus Wiesbaden oder von Hessen Mobil. Dort hatte man vor kurzem noch abgewiegelt. Es sei kein Geld da, sagte der Pressesprecher von Hessen Mobil, Ulrich Wieditz, auf Anfrage. Doch sei man dabei, die Planungen voranzutreiben. „Wir haben schon lange genug gewartet, jetzt lassen wir nicht mehr locker“, sagte Kollmann. Sollte es keine baldige Lösung geben, schließt er weitere Demonstrationen nicht aus.

„Die Schlaglöcher werden zwar immer dürftig geflickt, doch dadurch entsteht ein unebener Flickenteppich, der das Befahren der Straße immer unzumutbarer macht“, beklagte sich Gerlinde Pfordt, die mit ihrem Mann in Thurnhosbach einen landwirtschaftlichen Betrieb führt. Bei einer Straßenbreite von vier bis 4,20 Metern sei es extrem problematisch, mit landwirtschaftlichen Geräten, die fast immer drei Meter breit seien, Gegenverkehr auszuweichen.

„Die schmale Straße verleitet einmal mehr die Autofahrer dazu, die Kurven zu schneiden“, erklärt Gerd Schmidt, ebenfalls aus Thurnhosbach, eine weitere Problematik. Ab einer gewissen Geschwindigkeit sei dies auch gar nicht anders möglich. Aus diesem Grund war er bereits auf der einen Kilometer langen Strecke in einen Autounfall verwickelt, da sein Gegenfahrer zu weit auf die Gegenfahrbahn geriet.

Nun wurden zumindest Schilder auf der gesamten Strecke aufgestellt, die auf die Straßenschäden verweisen und eine Höchstgeschwindigkeit von 50 Kilometer pro Stunde vorschreiben.

„Jahrelang wurden wir vertröstet, dass die Straße gemacht wird und bis heute ist nichts passiert, jetzt reicht es!“, sind sich die Bewohner der beiden Stadtteile einig.

Von Gudrun Skupio und Diana Rissmann

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