Bahnhof, Regenbogenschule, Supermärkte, Stadteingang

Sontra verändert sich: Turnhalle soll weg, Edeka zieht um

Edeka plant seinen Umzug in Sontra im Jahr 2021, wegen Corona verschiebt sich der Termin. Angedacht war anfangs November 2020. 
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Edeka plant seinen Umzug in Sontra im Jahr 2021, wegen Corona verschiebt sich der Termin. Angedacht war anfangs November 2020. 

Sontra wird sich durch das „Integrierte Städtebaulichen Entwicklungskonzept (Isek)“ in Zukunft verändern. Gerade wird das Isek für den Stadtkern erarbeitet. Wir haben uns die wichtigsten Projekte genauer angesehen.

Bahnhof

Hier ist der Schritt vollzogen. Das Gebäude (wir berichteten) wurde von einem Unternehmer aus Nentershausen-Weißenhasel gekauft, der dort unter anderem Ausstellungsräume für Möbel und einen Veranstaltungsort unterbringen will. Plan ist, dass die Stadt den Vorplatz erwirbt und dann dem neuen Eigentümer die benötigten Stellplätze weiterverkauft. Bislang sind keine Haushaltsmittel für die Planungsleistungen im Haushalt der Stadt eingestellt. Aber es wird schon einen Schritt weitergedacht: Die Entwurfsplanung der öffentlichen Fläche soll mit einer Bürgerbeteiligung in Form einer Arbeitsgruppe verbunden werden. Von Vorteil ist, dass der NVV Planungsleistungen im Bahnhofsumfeld mit 50 Prozent fördert. Für die Umsetzungen können auch Gelder aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz des Bundes beantragt werden.

Regenbogenschule

Hier werden die Konzepte des Isek aller Voraussicht nach zuerst umgesetzt. Nachdem die Grundschüler nun in der ehemaligen Barbaraschule zu Hause sind, sollen ein Kindergarten im Erdgeschoss und das Jugendzentrum im Obergeschoss Einzug halten. Bürgermeister Thomas Eckhardt: „Das Projekt würde sich sehr eignen für eine Förderung nach dem Investitionspakt Soziale Integration im Quartier, welches mit einer Förderquote von 90 Prozent für die Kommune noch attraktiver ist.“ Es wird sich beim Ministerium erkundigt, ob ein Wechsel in diesen Fördertopf möglich ist.

Soll abgerissen werden: die Turnhalle an der Regenbogenschule.

Förderung in Höhe von 1,3 Millionen Euro für den Kindergarten wurde beim Landesprogramm angemeldet. Die Turnhalle soll abgerissen werden. Ein Neubau der Diakonie und der Kirchengemeinde ist vorgesehen, für den es noch keine näheren Planungen gibt.

Die Stadt rechnet mit Gesamtkosten in Höhe von 6,6 Millionen Euro. Eckhardt: „Der Abriss der Turnhalle eröffnet die Möglichkeit, das ganze Areal zur Kirche zu öffnen, ein eindeutig erkennbarer öffentlicher Weg zur Verbindung der Barbarasiedlung mit der Altstadt soll erkennbar werden. Eine einladende Gestaltung soll unbedingt mit eingeplant werden. Das Gefühl, man betrete ein genutztes Grundstück, muss vermieden werden.“

Stadteingang

Zigarrenfabrik, Villa Hesse und Niedermühle befinden sich am Innenstadteingang und genießen bei den Verantwortlichen eine große Bedeutung im Hinblick auf die Stadtentwicklung. „Eine Förderung durch die Stadt ist daher auch für private Projekte denkbar“, macht der Verwaltungschef klar. Für die Zigarrenfabrik gibt es ein Nutzungs- und Umbaukonzept mit sechs Eigentumswohnungen. Die Mühle soll von der Stadt ersteigert werden, es liegen Haushaltsmittel für den Abriss und die Gestaltung der Freiflächen vor: „Wir warten hier nur noch auf einen Versteigerungstermin.“

Supermärkte

Der Umzug des Edeka-Marktes in den ehemaligen Tegut-Markt ist für 2021 geplant. Der Edeka-Getränkemarkt wird dann in das Edeka-Gebäude an der Burhaver Straße ziehen. In den Getränkemarkt kommt ein Post-Verteilstandort, der sich zurzeit im ehemaligen Tegut befindet. In allen Märkten findet eine Vergrößerung der Einkaufsfläche statt. »  ARTIKEL UNTEN

Gründung eines Bündnisse

Im Zuge des „Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (kurz: Isek)“ ist angedacht, dass ein Gremium „Lokale Partnerschaft“ mit Vertretern aus Wirtschaft, Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft bei der Erstellung und Umsetzung des Konzepts mitwirkt. Bürgermeister Eckhardt: „Das Bündnis muss bis zum 1. September gegründet und ans Ministerium gemeldet sein. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich bitte bei uns melden.“ Am 28. September (18 Uhr) lädt die Stadt Sontra ins Bürgerhaus ein, dabei haben die Bürger die Chance, Ideen in Projektwerkstätten miteinzubringen. Folgende Schwerpunkte werden bearbeitet: Wohnen in der Stadt, Freiraumentwicklung, Soziale Nutzung und Angebote sowie die Innenstadtentwicklung mit Blick auf den Handel und den Verkehr. Es ist angedacht, dass ein Gremium „Lokale Partnerschaft“ mit Vertretern aus Wirtschaft, Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft bei der Umsetzung des Konzepts mitwirkt.

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