Corona

Werra-Meißner-Kreis: Mobiles Impfteam bei Freiwilligen Feuerwehren im Einsatz

Auf dem Stuhl zur Impfung: Jan Bodenstein von der Freiwilligen Feuerwehr Ulfen wird vom Arzt Ulrich Vetter geimpft.
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Auf dem Stuhl zur Impfung: Jan Bodenstein von der Freiwilligen Feuerwehr Ulfen wird vom Arzt Ulrich Vetter geimpft.

Am Wochenende war das mobile Impfteam des Impfzentrums Eschwege im Einsatz und hat Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren geimpft.

Sontra – Schon lange haben die 2600 Männer und Frauen der Freiwilligen Feuerwehren im Werra-Meißner-Kreis darauf gewartet, sich gegen Corona impfen zu lassen. Seit Kurzem ist es möglich, nachdem die Priogruppe 3, zu der die ehrenamtlichen Einsatzkräfte zählen, freigeschaltet wurde. Am 1. Mai wurden bereits in Witzenhausen geimpft: die Wehren aus Witzenhausen, Meißner, Neu-Eichenberg und das THW Witzenhausen.

Am Samstagmorgen standen die Impfungen für 150 Feuerwehrleute in Sontra auf dem Programm. Gleichzeitig wurde im Ringgau und in Herleshausen geimpft. Am Sonntag ging es für das Team des Impfzentrums, welches im Auftrag des Werra-Meißner-Kreises tätig ist, in Großalmerode, Waldkappel, Bad Sooden-Allendorf, Wanfried und Weißenborn weiter. Die letzte Impfung findet am 13. Mai in Hessisch Lichtenau statt. Wir waren bei den Impfungen in Sontra vor Ort und haben mit vier Feuerwehrmännern gesprochen:

Dokumentiert wird die Impfung ebenfalls: Die Mitarbeiter vom mobilen Impfteam des Deutschen Roten Kreuzes waren am Samstag in Sontra.

Andreas Siebert (38)

Der Wehrführer aus Ulfen: „Wir stehen 24 Stunden an sieben Wochentagen allzeitbereit. Und werden neben Brandeinsätzen zu Hilfeleistungseinsätzen, aber auch zur Unterstützung der Rettungsdienste bei Tragehilfen gerufen. Diese Berufsgruppen zum Beispiel waren berechtigterweise schon an der Reihe, wir bisher noch nicht. Wir wissen nie, was uns an der Einsatzstelle erwartet, und können uns bisher nur bedingt gegen diese Gefahr schützen. Als Führungskräfte tragen wir besondere Verantwortung gegenüber unserer Mannschaft, aber auch insbesondere gegenüber unseren Familien, wenn wir nach den Einsätzen wieder nach Hause kommen.“

René Rimbach (27)

Der stellvertretende Wehrführer aus Wichmannshausen: „Die Impfungen sind essenziell wichtig, damit wir wieder Übungsdienst machen können. Seitdem wir in das neue Feuerwehrhaus am Ehrenmal eingezogen sind, haben wir uns nicht mehr treffen können. Von uns werden wichtige Sachen erwartet, die wir nur tun können, wenn wir sie durch Wiederholung festigen. Egal, wo wir hinfahren – es werden von uns hundert Prozent erwartet.“

René Jakob (3)

Der Wehrführer aus Wichmannshausen: „Es ist an der Zeit, dass endlich wieder Bewegung in die Einsatzabteilungen kommt. Wir stehen seit fast einem Jahr auf dem Abstellgleis und zehren nur von dem, was in der Vergangenheit ausgebildet wurde. Die Feuerwehr lebt von der Praxis und nicht von Online-Schulungen. Ich hoffe, dass jetzt etwas Normalität eintritt. Der Schutz unserer Einsatzkräfte hat lange auf sich warten lassen, aber es bleibt das Gefühl, dass die Kampagne erst gestartet wurde, als in den vergangenen Wochen die Impfungen immer mehr in den Medien gefordert wurden.“

André Bernhardt (53)

Der Stadtbrandinspektor von Sontra: „Wir werden vor Ort geimpft und müssen nicht noch in ein Impfzentrum reisen, das ist eine gute Sache. Wir sind nicht zu früh, sondern eher einen Tick zu spät. Bei unseren Einsätzen hatten wir schon Kontakt mit Covid-Patienten, das ist eine ganz heiße Kiste. Ich hätte mir sogar einen viel früheren Termin gewünscht.“

Von Marvin Heinz

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