Kreistag

Werra-Meißner-Kreis will Eon-Mitte zurück

Sontra. Der Kreistag Werra-Meißner hat gestern Nachmittag in Sontra dem Rückkauf der Eon-Mitte-Anteile als erster von dreizehn Altaktionären zugestimmt. Neben dem Werra-Meißner-Kreis haben elf weitere Landkreise in Nordhessen und die Stadt Göttingen darüber zu entscheiden, ob sie von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch machen, das beim Verkauf der kommunalen Anteile im Jahr 2002 mit dem Unternehmen vereinbart worden war.

Für die von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young mit 629 Millionen Euro taxierten Anteile, so SPD-Fraktionsvorsitzender Lothar Quanz, sollen die dreizehn kommunalen Kaufinteressenten 582 Millionen Euro bezahlen.

Der Anteil des Werra-Meißner-Kreis an dem Geschäft, das über eine GmbH abgewickelt wird, beläuft sich auf 24 Millionen Euro, die kreditfinanziert werden sollen. Zinsen und Tilgung sind über zwanzig Jahre angelegt und sollen aus Unternehmensgewinnen finanziert werden. Der Kreis muss eine Bürgschaft in Höhe von 19,2 Millionen Euro übernehmen - auch dieser hat der Kreistag gestern mit seinem mehrheitlich gefassten Beschluss - bei vier Gegenstimmen der FWG-Abgeordneten und drei Enthaltungen (CDU) - zugestimmt. Lothar Quanz (SPD), Uwe Brückmann (CDU), Armin Jung (Grüne) und Bernhard Gassmann (Linke) betonten in ihren Redebeiträgen, dass sie mehr Chancen als Risiken in dem Rückkauf sehen. Darüber hinaus wiesen die Redner darauf hin, dass die kommunalen Investoren mit der Inanspruchnahme des Vorkaufsrechtes einem möglichen anderen Käufer zuvor kommen, der unter Umständen Ziele verfolgen könnte, die der Region nicht gut täten.

Die Verkaufsgründe von Eon müssten für den Kreis die Gründe sein, die Anteile nicht zu übernehmen, sagte Andreas Hölzel (FWG) und begründete die Ablehnung durch seine Fraktion damit, dass die Risiken als zu hoch angesehen würden. Zum Tage

Von Harald Sagawe

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