Im Werra-Meißner-Kreis wird neue Gefahrstoffgruppe Süd ausgebildet

Keine leichte Sache: Schon das Anziehen eines Schutzanzuges ist nicht einfach. Geübt wurde das am Freitagabend, als die neue Gefahrstoffgruppe Süd zum ersten Mal gemeinsam übte. Foto:  Berg

Sontra. Im Werra-Meißner-Kreis gibt es demnächst eine neue Gefahrenstoffgruppe. Deren Mitglieder haben am Freitagabend zum ersten Mal zusammen geübt.

Gut 45 Feuerwehrkräfte waren am Stützpunkt Sontra, um gemeinsam an vier verschiedenen Stationen an ihrer Gefahrstoff-Ausbildung zu arbeiten.

Mitglieder aus Herleshausen, dem Ringgau und Sontra arbeiten als Gefahrstoffgruppe Süd erstmals zusammen. Die Feuerwehrleute haben bereits eine vierwöchige Ausbildung an der Feuerwehrschule in Kassel in Vollzeit hinter sich, in diesem Jahr folgen dann für die Spezialausbildung viele Übungen und Einsätze unter Belastung. „Wir arbeiten zum ersten Mal in dieser Konstellation zusammen, das ist sehr viel wert“, erklärt Sontras Stadtbrandinspektor André Bernhardt.

Insgesamt vier Gefahrstoffgruppen gibt es im Werra-Meißner-Kreis. Für zukünftige Einsätze gibt es 42 Gefahrstoff-Anzüge, 42 Körperschutzanzüge, vier Dekon-Duschen, fünf Messkoffer und 30 Kommunikationseinrichtungen mit Digitalfunk. „Wir sind jetzt wirklich bestens ausgestattet und können bei zukünftigen Einsätzen sehr gut handeln“, fügt André Bernhardt an.

An den Gefahrstoffgruppen ist jede Kommune im Kreis beteiligt, die Spezialisten sind also im gesamten Kreis verteilt. „Einsätze mit Chemikalien, Gasen oder radioaktiven Substanzen sind zum Glück nicht so regelmäßig“, erklärt Bernhardt. „Wenn sie aber vorkommen, sind sie sehr aufwändig. Und mit Blick auf die kommenden Aufgaben durch die Autobahn ist es sehr gut, so viele gut ausgebildete Experten zu haben.“

Am Freitagabend übten die Feuerwehrleute das Zusammenarbeiten und den Umgang mit der Ausrüstung wie dem Schutzanzug, der Dekon-Dusche und wie man mögliche Gefahrenstoffe abpumpt. Als Voraussetzung für die Gefahrenstoff-Ausbildung müssen die Teilnehmer bereits Atemschutzgeräteträger sein.

„Ohne den Gefahrstoff-Anzug hat man schon eine Ausrüstung von gut 25 Kilogramm dabei, durch den zusätzlichen Anzug kommt dann nichts durch“, erklärt Feuerwehrmann Christian Löffler. „Es ist sehr anstrengend, deshalb kann kann man ihn maximal eine halbe Stunde tragen. Aus diesem Grund ist es wichtig, für große Einsätze viele Spezialisten dabei zu haben.“

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