Kompromiss ist gefunden

Nach Baustopp: Arbeiten an A44-Ulfetalbrücke gehen weiter

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Nach Baustopp: Arbeiten an A44-Ulfetalbrücke gehen weiter

Wichmannshausen. Nach der Einigung mit der Familie Dorsch als Betreiberin des gleichnamigen Geflügelhofes in Wichmannshausen wurden die Bauarbeiten an der Autobahn-44-Ulfetalbrücke in der Nähe des Sontraer Stadtteils am Freitag wieder aufgenommen.

Das bestätigt Wolfgang Harms, Sprecher des Verkehrsministeriums in Wiesbaden. 

Die Betreiberfamilie hatte im Juni einen Baustopp vor dem Verwaltungsgerichtshof erwirkt. Zu den Einzelheiten der Einigung wollte Harms nichts sagen, auch nicht dazu, ob das Unternehmen die geforderten Ausgleichsflächen oder Geld erhalten hat.

Mike Dorsch vom gleichnamigen Geflügelhof in Wichmannshausen begrüßt die vereinbarte Lösung, die während des Baustopps an der Autobahnbrücke gefunden wurde. „Nach einer langjährigen Auseinandersetzung mit dem Staat als Bauträger der Autobahn 44 haben wir letztendlich durch die Entscheidung des Verwaltungsgerichthofs Kassel über den Stopp der Bauarbeiten einen Kompromiss gefunden“, sagt Dorsch. 

Mit der Planungsgesellschaft Deges sei eine Vereinbarung erzielt worden, die den Weiterbau der Autobahn ermögliche und seiner Familie die Möglichkeit gebe, den Geflügelhof mit Hilfe einer dauerhaft nutzbaren Ersatzfläche auch zukünftig weiter zu betreiben. Der monatelange Baustopp habe, so Dorsch in einer Erklärung, dem Steuerzahler mehrere Millionen Euro gekostet und die Fertigstellung der Autobahn verzögert. „Das eröffnete dem Geflügelbetrieb die Chance, unter Vermittlung durch das Verkehrsministerium mit der Deges einen Kompromiss auszuhandeln.“ Die Planungsgesellschaft habe dem Geflügelbetrieb ermöglichte, eine aus seiner Sicht geeignete Ersatzfläche ankaufen und herzurichten.

Unternehmer Dorsch erklärt dazu weiter: „Für uns als Familie geht hiermit eine seit 2006 stattgefundene Auseinandersetzung zu Ende, in deren Verlauf wir durch die Hemdsärmeligkeit der Deges, die erstinstanzliche Abweisung unseres Eilantrags und die lange Dauer des Gerichtsverfahrens sowie durch die zwischenzeitlich eingetretenen Schädigung des Tierbestandes schon fast die Aufgabe der Geflügelhaltung erwogen hatten.“

 

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