Windkraft im Werra-Meißner-Kreis: Die 21 Vorrangflächen stehen fest

Werra-Meißner/Kassel. Die Flächen im Werra-Meißner-Kreis, auf denen künftig Windräder gebaut werden können, stehen fest. Der Haupt- und Planungsausschuss der Regionalversammlung hat am Donnerstag in Frommershausen (Landkreis Kassel) die Vorranggebiete abgestimmt.

Die endgültige Entscheidung wird das nordhessische Regionalparlament am 17. November beschließen.

Gegenüber dem ersten Entwurf des Regionalplans Energie aus dem Jahr 2013 wurden zahlreiche Veränderungen vorgenommen. Für den Werra-Meißner-Kreis bedeutet das konkret, dass aufgrund der Sonderbegutachtung des FFH-Gebietes Werra-Wehretal rund 250 Hektar Flächen hinzugenommen wurden. Im ersten Entwurf waren 17 Vorranggebiete für Windenergienutzung auf einer Fläche von gut 1400 Hektar sowie zwei Bestandsgebiete mit 80 Hektar enthalten. Im zweiten Entwurf sind vier Flächen hinzugenommen worden. Die 21 Vorranggebiete haben eine Gesamtfläche von 1613 Hektar.

Bei der ersten Auslegung der Pläne im Mai 2013 wurden über 800 überwiegend negative Stellungnahmen für den Landkreis abgegeben - nordhessenweit waren es 15 000. 25 Stellungnahmen kamen aus acht Kommunen sowie dem Landkreis sowie 600 Stellungnahmen von Bürgern. Viele der Vorschläge wurden laut RP in den aktuellen Entwurf eingearbeitet.

Das sind die 21 Standorte

21 Gebiete im Werra-Meißner-Kreis sind als Vorrangflächen für Windkraftanlagen in den Regionalplan Nordhessen aufgenommen worden. Damit beträgt die für Windkraft reservierte Fläche rund 1600 Hektar. Das sind umgerechnet 2260 Fußballfelder.

Alle Areale in der Übersicht:

• Witzenhausen: Großer und Kleiner Hübenberg (bei Ellerode), 21 Hektar;

• Witzenhausen: Steimel (westlich von Hübenthal), 85 Hektar;

• Witzenhausen: Osthang des Kaufunger Waldes, entlang der Landesgrenze, 79 Hektar;

• Neu-Eichenberg/Witzenhausen: Eichholz und Großes Holz, 35 Hektar;

• Neu-Eichenberg: Stürzlieder Berg, 45 Hektar;

• Gutsbezirk Kaufunger Wald, Hausfirste: Rund um den Bilstein, 226 Hektar;

• Gutsbezirk Kaufunger Wald: Wälder zwischen Helsa und Nieste, 193 Hektar;

• Gutsbezirk Kaufunger Wald: Langenberg, 173 Hektar;

• Gutsbezirk Kaufunger Wald: Schwarzenberg, 29 Hektar;

• Bad Sooden-Allendorf: Roßkopf, 25 Hektar;

• Hessisch Lichtenau: Rohrberg (nördlich Hirschhagen), 70 Hektar;

• Hessisch Lichtenau / Waldkappel (südlich von Reichenbach): Eisberg, 37 Hektar;

• Waldkappel: Stölzinger Höhe (westlich Stolzhausen), 19 Hektar;

• Waldkappel: am Holzkopf (westlich Stolzhausen), 5 ha;

• Ringgau / Weißenborn: nördlich Netra / südlich Graburg, 217 Hektar;

• Ringgau / Weißenborn: östlich Rittmannshausen (Sennigholz), 53 Hektar;

• Sontra: Höhlerberg (bei Diemerode), 37 Hektar;

• Herleshausen: nordöstlich Archfeld (Hachenberg), 88 ha;

• Herleshausen: südöstlich Willershausen, 67 Hektar;

• Herleshausen / Sontra: Hasengarten (westlich Unhausen), 56 Hektar;

• Herleshausen: Siegelshof, 67 Hektar.

Sollte die Regionalversammlung der Offenlegung der Windkraftpläne am 17. November zustimmen, würden sie ab Februar für zwei Monate in der Kreisverwaltung erstmals ausgelegt. Ebenso liegt der Teilplan Windenergie des Regionalplans im Regierungspräsidium (RP) in Kassel und auf den Internetseiten des RP öffentlich aus. Wegen der Auslegung im Internet müssen die Gemeinden den Plan nicht mehr auslegen, es steht ihnen aber frei, es dennoch zu tun. (alh)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare