Acht neue Stände

Der Wochenmarkt lebt wieder

+

Sontra. Der Wochenmarkt in Sontra ist nicht wiederzuerkennen. Die Deutsche Marktgilde hat die Organisation übernommen und den fast totgesagten Markt ordentlich aufgemotzt.

Frisches Obst, Gemüse und Blumen. Dazu Wurstwaren aus dem Vogelsberg und Backwaren aus Lauterbach. Der Heuhof aus Breitau hat jetzt einen Stand aufgebaut, zwei Textil- und ein Gewürzhändler sind dazugekommen.

Noch ist das Warensortiment nicht komplett. „Wir sind noch auf der Suche nach einem Fisch und einem Käsehändler“, sagt Uwe Lorey, Niederlassungsleiter der Deutschen Marktgilde in Bad Nauheim. Zur Eröffnung kam der für Hessen zuständige Marktgilde-Mitarbeiter persönlich nach Sontra. Bis Jahresende wird er zehn weitere Wochenmärkte eröffnen. Ab sofort übernimmt die Marktmeisterin Kathrin Braun-Führer die Regie auf dem Wochenmarkt. „Ich bin die Ansprechpartnerin für Kunden und Händler“, sagt die Frau aus Bebra mit Wurzeln in Sontra. Jede Woche wird sie auch in Zukunft vor Ort sein, Beschwerden und Lob entgegennehmen.

Noch nicht abschließend geklärt ist der Termin für den Markt. Mittwochs von 8 bis 13 Uhr ist zurzeit geöffnet. Es werden aber Überlegungen angestellt, den Markt auf Mittwochnachmittag oder auf den Freitagmorgen zu verlegen. „Wir werden dazu eine Kundenanlyse in Auftrag geben“, sagt Lorey.

Acht Markthändler haben ihren Stand am Mittwochmorgen aufgebaut. Den Obst- und Gemüsehändler hat Lorey erst am Dienstag verpflichtet. Zu den ganz treuen Beschickern gehört der Geflügelhof Dorsch aus Wichmannshausen. Sie waren vergangene Woche, als der Markt noch auf die herkömmliche Weise betrieben wurde, die einzigen, die ihren Verkaufswagen aufgebaut hatten. Bisher war es so, dass die Stadt die Organisation des Marktes übernommen hat. Das Treiben sei aber eingeschlafen, sagt Bürgermeister Karl-Heinz Schäfer. Für die Stadt war der Markt am Ende ein Draufleger. Mit der Marktgilde wurde das Geschäft ausgelagert. „Wir hoffen von der neuen Initiative, dass die Innenstadt belebt wird“, sagt Schäfer. Zwischen den Markthändlern und Geschäftsleuten soll sich ein Geben und Nehmen entwickeln. Darauf hofft auch Axel Fahnert, Stellvertretender Vorsitzender der Aktionsgemeinschafts Sontraer Handel (ASH), der die Sontraer Händler vertritt. „Es war ein toller Start“, sagte Fahnert gestern und war froh, dass der neue Wochenmarkt gleich so gut angenommen wurde. Im Laufe des Vormittags füllt sich der Marktplatz immer mehr. „Wir haben aber noch viel Platz, sagte Fahnert in Bezug auf Händler und Kunden.

Das Einzugsgebiet des Marktes erstreckt sich über Sontra und Ringgau auch auf Cornberg und Nentershausen. Die nächsten Wochenmärkte werden in Bebra und Eschwege veranstaltet.

Von Tobias Stück

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare