Die Landesstraße 3459 zwischen Stadthosbach und Thurnhosbach wird saniert

Zwölf Jahre gekämpft

Großer Gegenverkehr ist hier bald kein Problem mehr: Die Straße zwischen Stadthosbach und Thurnhosbach ist zu eng und soll jetzt ausgebaut werden. Foto: Stück

Stadthosbach / Thurnhosbach. Zwölf Jahre haben die Stadt- und Thurnhosbacher darauf gewartet, haben demonstriert und eine Resolution geschrieben: Am Montag, 14. Juli, starten nun endlich die umfangreichen Straßenbauarbeiten an der Landesstraße 3459 zwischen den beiden Sontraer Stadtteilen.

„Die Straße gehört zu den schlechtesten Straßen im Kreisgebiet“, bestätigte Ulrich Wieditz bereits im Sommer 2012 auf Anfrage unserer Zeitung. Eigentlich hatte Hessen Mobil den Start der Sanierung für 2012 angekündigt, ihn aber aus Geldmangel immer weiter verschoben.

Nun ist es so weit: Die wichtige regionale Verkehrsverbindung zwischen Thurnhosbach und Stadthosbach wird grundlegend saniert. Beseitigt werden soll laut Hessen Mobil die zu geringe Fahrbahnbreite sowie der nicht mehr zeitgemäße Fahrbahnaufbau. Insgesamt 625 000 Euro investiert das Land Hessen in die Instandsetzung, die zudem die Lärmbelästigung erheblich senken soll.

Für die Bauarbeiten ist eine Vollsperrung der Landesstraße notwendig, entsprechende Umleitungen werden eingerichtet: Für Verkehrsteilnehmer aus nordwestlicher Richtung erfolgt die Umleitung ab Bischhausen über die B 7 nach Waldkappel, dann über die L 3226 zum Abzweig bei Friemen und im Anschluss über die K 29 nach Thurnhosbach, sowie in umgekehrter Richtung. Für den Verkehr von Süden kommend führt die Umleitung ab Stadthosbach über die K 28 nach Sontra, dann über die B 27 nach Berneburg, von dort über die L 3249 nach Eltmannsee und schließlich zur L 3459 nach Thurnhosbach, sowie ebenfalls in umgekehrter Richtung. Die Bauarbeiten gliedern sich in verschiedene Abschnitte. So wird zunächst in verschiedenen Teilabschnitten die vorhandene schadhafte Fahrbahnbefestigung aufgenommen, in einer mobilen Brecheranlage zerkleinert und zwischengelagert. Danach folgen Erdarbeiten zur Vorbereitung auf die Verbreiterung der Fahrbahn und Arbeiten zur Stabilisierung des Untergrunds. Auf einer profilgerecht eingebrachten Frostschutzschicht wird dann unter Zugabe von Zement, Bitumenemulsion und Wasser direkt vor Ort aus der aufgenommenen alten Fahrbahnbefestigung eine neue, sogenannte Kalt- recyclingschicht hergestellt. Durch den Einbau weiterer Asphaltschichten erhält die Landesstraße schließlich einen neuen und verstärkten Fahrbahnaufbau, welcher den Anforderungen aus dem gestiegenen Verkehrsaufkommen entspricht, erläutert Hessen Mobil das vorgehen. Ein großer Vorteil sei laut Hessen Mobil ein besonders ressourcenschonendes und umweltfreundliches Verfahren, bei dem die Baustoffe bis zu 100 Prozent wiederverwendet werden. „Das Verfahren greift auf vorhandenes Material zurück, lediglich Zusatzstoffe werden beigemischt“, sagt Daniela Czirjak von Hessen Mobil. Zusätzlich werden, so Czirjak, neue Bord- und Entwässerungsanlagen hergestellt. In diesem Zusammenhang Erfolge darüber hinaus der Einbau von Leerrohren zur Vorbereitung einer künftigen Breitbandverkabelung.

Von Diana Rissmann

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