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Supermärkte im Kreis sind auf Sparkurs

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Von: Theresa Lippe

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Aldi Nord verkürzt angesichts der Energiekrise seine Öffnungszeiten. Andere Supermärkte wie Rewe, Edeka und Lidl wollen aber nicht nachziehen. (Symbolbild)
Symbolbild Supermarkt (Symbolbild) © Richard B. Levine/imago

Die Energiekrise trifft auch Supermärkte mit voller Wucht. Ein neues Energiesicherungsgesetz der Bundesregierung schreibt Supermärkten und Discountern nun vor, Strom zu sparen.

Werra-Meißner – Kunden müssen sich nun auch im Werra-Meißner-Kreis auf ein paar Änderungen einstellen. Die Verordnung sieht vor, dass Außenbeleuchtung am Abend früher ausgeschaltet wird oder ganz aus bleibt – das Gleiche gilt für Werbetafeln.

Andrea Röth, Geschäftsführerin der Stellenwert GmbH, berichtet, dass sie an allen sieben Standorten im Werra-Meißner-Kreis Energiesparmaßnahmen durchführen. „Wir haben unsere Mitarbeiter dazu angehalten, mit offenen Augen durch die Geschäfte, aber auch durch die Lager zu gehen und nur die Lichter anzuschalten, die wirklich gebraucht werden.“ Inwieweit sich das schlussendlich rentiere, könne sie noch nicht beurteilen. „Da der Sommer sehr heiß war, mussten wir in der Zeit die Klimaanlage stärker nutzen und auch die Kühlung der Lebensmittel hat viel Energie verbraucht.“ Das würde die aktuellen Ersparnisse der Energiekosten vielleicht sogar gleich null setzen.

Zu den Stellenwert-Filialen gehört auch das Tegut-Lädchen für alles „Wendische Mark“ in Eschwege. „In unserer kleinen Filiale setzten wir die Sparmaßnahmen bereits um“, berichtet Ingrid Möller, Filialleiterin. Die Außenbeleuchtung würde man früher ausschalten, aber auch im Innenraum würde man darauf verzichten, alle Lampen anzuschalten. Der Geschäftsführer der Handelskette Tegut, Thomas Gutberlet, hatte bereits im September für Einschnitte beim Energieverbrauch geworben.

„Uns betrifft das Energiesparen eher privat“, berichtet Eva Tröll vom Hofladen Trölll in Herleshausen. „Wir verkaufen einen Tag die Woche direkt ab Scheune und haben nur einen Lichtschalter.“ Da gebe es nur Licht an oder Licht aus. Trotzdem würden sie nun besser darauf achten, wie lange das Licht brennt.

Der Discounter Aldi Nord will derweil zum Vorreiter beim Energiesparen werden. Als erster großer Lebensmittelhändler kündigte er an, in diesem Winter die Öffnungszeiten in rund 70 Prozent der deutschen Filialen zu verkürzen. „Verkürzte Öffnungszeiten wird es in den Stellenwert-Läden nicht geben, da unsere Geschäfte relativ klein sind und generell nicht länger als bis 18 und 19 Uhr geöffnet haben“, sagt Röth mit Blick auf die Ankündigung des Discounter-Riesen. Von Theresa Lippe/mit dpa

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