Willi Jakal setzt sich seit Jahrzehnten für die Allgemeinheit in seinem Heimatdorf ein

Ein wahrer Tausendsassa

Willi Jakal präsentiert seine persönliche WR-Chronik. Von 1975 bis 2003 hat er alle Feuerwehrberichte der Werra-Rundschau gesammelt und in gebundener Form archiviert. Foto: Harald Triller

Grebendorf. Willi Jakal ist schon seit jungen Jahren ein wahrer Tausendsassa. Mit großem Engagement setzt er sich auf vielen Ebenen für die Allgemeinheit ein. Der Feuerwehrmann vom Scheitel bis zur Sohle ist seit 2010 auch noch Ortsvorsteher seines Heimatortes Grebendorf.

Mit zwölf Jahren ist Willi Jakal 1958 in die Feuerwehr eingetreten und gehörte damals der jüngsten Jugendwehr in Hessen an. Konkurrenz für Grebendorf kam nur im Odenwald auf. Sein Weg setzte sich unaufhaltsam fort, und im Mannesalter übernahm er Verantwortung als Gruppen- und Zugführer. „Mein Sternzeichen ist Löwe. Und Löwen blicken nur nach vorne“, schmunzelt Jakal beim WR-Gespräch. Er hat immer von hinten angeschoben, gehörte auch gleich zu Beginn, Anfang der 70er Jahre, zum Kreis der Atemschutzgeräteträger.

Aber sein persönlicher Höhepunkt ist die Zeit als Jugendwart: „Ich habe die Jugendfeuerwehr in Grebendorf 1980 mit vier Mitgliedern übernommen und zehn Jahre später mit 31 Mädchen und Jungen abgegeben.“ Auch als Wehrführer hat Willi Jakal von 1987 bis 1997 die Feuerwehr in Grebendorf geprägt. Und trotz seiner beruflichen Verpflichtungen am Frankfurter Flughafen koordinierte er am Wochenende den Neubau des Gerätehauses in der Kirchstraße, wo ständig bis zu 30 freiwillige Helfer im Einsatz waren. Die Öffentlichkeitsarbeit lag dem heute 65-Jährigen sehr am Herzen. Unter anderem hat er eine Chronik erstellt. Von 1975 bis 2003 sammelte er alle WR-Berichte über die Feuerwehren im Kreis, die er in gebundener Form archivierte. Seine jüngste Errungenschaft ist eine weitere Feuerwehr-Chronik, die er im Power-Point-System über Mannschaft, Geräte und taktische Maßnahmen in der Ausbildung präsentiert.

Mit dem Eintritt in den Ruhestand hat sich Willi Jakal auch dem Arbeitskreis Geschichte in Grebendorf angeschlossen und arbeitet im Hinblick auf die 750-Jahr-Feier intensiv mit.

Bei der Kommunalwahl 2006 haben die Einwohner Willi Jakal in den Ortsbeirat berufen. Und von 2010 an ist der SPD-Mann, der 1974 Parteimitglied wurde, Ortsvorsteher von Grebendorf. Er greift viele Wünsche der Bürger auf, gibt sie an übergeordnete Gremien weiter und fördert im großen Stil die ehrenamtliche Arbeit, um der Gemeinde Meinhard Kosten zu sparen.

Schließlich darf bei Willi Jakal der Sport nicht außen vorbleiben, insbesondere der Handball. Mit 14 hat er 1960 begonnen. Bis zum 48. Lebensjahr war er noch im Altherrenteam des TSV Grebendorf aktiv. Der quirlige und torgefährliche Angreifer ist sogar bei einer WR-Sportlerwahl zum besten Kreisläufer im Werra-Meißner-Land gekürt worden. Und so fair, wie Willi Jakal im Sport immer war, so fair ist der Mann für alle Fälle auch stets in allen anderen Bereichen gewesen.

Von Harald Triller

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