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Waldbrandgefahr bleibt weiter hoch

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Von: Emily Spanel

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nh123, Foto: Hans-Jürgen Stock/nhWaldbrand in Escherode Juli 2018
Immer wieder geraten derzeit Waldgebiete in Brand. © Privat

Die Waldbrandgefahr ist weiterhin sehr hoch. Die Oberböden sind ausgetrocknet und Schauer und Regen entlasten den Wald kaum noch.

Werra-Meißner – Die Waldbrandgefahr in der Region ist ungebrochen hoch. Nach wie vor gilt die erste von zwei Alarmstufen (Alarmstufe A), welche das Hessische Umweltministerium für die Forstverwaltung im Land ausgerufen hat.

Mit dem Ausrufen der zweithöchsten Alarmstufe wird unter anderem sichergestellt, dass die besonders gefährdeten Waldbereiche verstärkt überwacht werden. „Die Forstverwaltung stellt zudem die technische Einsatzbereitschaft sicher und intensiviert den Kontakt zu den örtlichen Brandschutzdienststellen“, sagt Mario Mißler, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Herleshausen.

Durch die Hitze und Trockenheit der vergangenen Tage seien die Oberböden im Wald weitestgehend ausgetrocknet, teilt die Pressestelle des Hessischen Umweltministeriums mit. Das inzwischen stark ausgetrocknete Kronenrestholz, Reisigmaterial und abgestorbene Bäume bildeten in vielen Teilen des Landes leicht entzündbares Material.

Selbst Gewitterschauer bringen hier nur bedingt Linderung, gingen sie doch meist örtlich begrenzt und selten über der gesamten Fläche des Werra-Meißner-Kreises nieder, erklärt Günter Groß, Bereichsleiter Dienstleistung/Hoheit beim Forstamt Hessisch Lichtenau.

Günter Groß bittet daher alle Waldbesucher um erhöhte Vorsicht und Aufmerksamkeit. Außerhalb der ausgewiesenen Grillstellen dürfe kein Feuer entfacht werden. „Auf den Grillplätzen sollte darauf geachtet werden, dass kein Funkenflug entsteht und dass das Feuer beim Verlassen des Grillplatzes richtig gelöscht wird“, so der Bereichsleiter. Das Rauchen im Wald sei grundsätzlich nicht gestattet.

„Flaschen und Glasscherben können in Verbindung mit der Sonne ebenfalls einen Brand auslösen“, ergänzt Mario Mißler. Deswegen sollten Flaschen und Glasscherben keineswegs im Wald oder auf trockenem Boden liegengelassen werden. Und wer eine Rauchentwicklung entdeckt, sollte sofort den Notruf 112 wählen. Bei einem Wald- beziehungsweise Flächenbrand kommt es auf jede Minute an.

Warnungen auf Grundlage verschiedener Daten

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) stellt während der Waldbrandsaison (März bis Oktober) täglich aktualisierte Waldbrandgefahrenprognosen für Deutschland in Form von Gefahrenindizes bereit. Unter Zugrundelegung weiterer Faktoren wie Bodenfeuchte, dem bisherigen Witterungsverlauf und Brandgeschehen wird vom Hessischen Ministerium für Umwelt gegebenenfalls eine der beiden hessischen Alarmstufen (A oder B) ausgelöst. (Emily Hartmann)

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