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100 Festmeter Holz sind aus Wald bei Mäckelsdorf verschwunden

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Von: Stefanie Salzmann

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Er ist weg: Bis zu drei 40-Tonner-Lastwagen braucht es, um diese Menge Holz abzufahren.
Er ist weg: der Polter mit 100 Festmetern Holz. Bis zu drei 40-Tonner-Lastwagen braucht es, um diese Menge Holz abzufahren. © privat/nh

Der Privatwaldbesitzerin Charlotte Conzelmann sind bei Mäckelsdorf (Waldkappel) 100 Festmeter Fichtenstammholz gestohlen worden. Diese Menge entspricht der Ladung von bis zu drei 40-Tonner-Lastwagen und aktuell einem Wert von etwa 3500 Euro.

Waldkappel - Gemeinsam mit zwei anderen Parzellenbesitzern hatte sie das Käferholz vergangenen Sommer schlagen lassen. Als der von ihr beauftragte Fuhrunternehmer Mitte voriger Woche zu der Lagerstelle kam, war von dem Polter nichts mehr zu finden. „Ich bin hier, es ist nur nichts zum Aufladen da“, habe sie der Unternehmer telefonisch informiert.

Der Waldbesitzerin ist schleierhaft, wie eine derartige Menge Holz unbemerkt abgefahren werden kann. „Von der Stelle gibt es nur zwei Abfahrtswege, die von großen Fahrzeugen benutzt werden können“, weiß Conzelmann. Die kleineren Schleichwege durch den Wald, die es dort ebenfalls gibt, könnten nur mit kleineren Rückefahrzeugen benutzt werden – vorausgesetzt, die Täter seien mindestens zehnmal gefahren, um das gesamte Holz mit den jeweils drei Meter langen Stücken abzutransportieren.

Besitzerin hat Anzeige bei Polizei erstattet

Charlotte Conzelmann hat wegen des verschwundenen Holzes umgehend Anzeige bei der Polizei erstattet. „Wir ermitteln und haben in diesem Zuge auch verschiedene Fuhrunternehmen angeschrieben, ob es sich möglicherweise um Fehlladungen handeln könnte“, sagt der Sprecher der Polizei Jörg Künstler. Weitere Fälle von größerem Holzdiebstahl habe es in den vergangenen Monaten nur einmal gegeben – im Februar war bei Aue aus dem Staatswald eine größere Menge Holz verschwunden – etwa im Wert von 1600 Euro.

Dass es sich auch um eine mögliche Fehlladung eines anderen Abfuhrunternehmens oder von einem der zahlreichen Subunternehmen handeln könnte, schließt auch Charlotte Conzelmann nicht aus. „Da oben wird im Moment wie verrückt Holz abgefahren, da sind eine ganze Reihe Unternehmen unterwegs“, sagt sie. Andererseits hätten die Fuhrunternehmer Kartierungen, wo jeder Polter samt Besitzer eingetragen ist. Der Polizei hat sie eine Liste aller möglichen Ansprechpartner von Unternehmen bis hin zu Hessen Forst zukommen lassen.

Dass es eine Zunahme von organisiertem Holzdiebstahl, unter anderem wegen der gestiegenen Energiepreise, gibt, kann Hessen Forst bisher nicht bestätigen. „Das kommt immer mal wieder vor“, sagt Dietrich Bräuer von Hessen Forst. Der letzte große Fall, bei dem jemand im großen Stil Brennholz aus den Beständen von Hessen Forst gestohlen hatte, liege etwa zehn Jahre zurück. Der Täter war gefasst worden. (Stefanie Salzmann)

Hinweise nimmt die Polizei unter 0 56 51/ 9250 entgegen

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