Wirtschaftsminister und Staatssekretär legten symolischen Spatenstich für Ausfahrt

Anschluss für Waldkappel

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Mit Schwung: Der Landtagsabgeordnete Dieter Franz (von links) Staatssekretär Rainer Bomba, Wirtschaftsminister Florian Rentsch und der Bundestagsabgeordnete Helmut Heiderich nehmen symbolisch die Arbeiten an der A-44-Ausfahrt Waldkappel-Ost auf, im Hintergrund DEGES-Geschäftsführer Dirk Brandenburger.

Waldkappel. Die A 44 ist um einen Spatenstich reicher. Hessens Verkehrs- und Wirtschaftsminister Florian Rentsch und der Staatssekretär vom Bundesbauministerium, Rainer Bomba, eröffneten gestern symbolisch die Baustelle der Autobahnauffahrt Waldkappel-Ost zwischen Waldkappel und Bischhausen.

Tatsächlicher Baubeginn soll im Mai kommenden Jahres sein. Zunächst werden die Bauarbeiten ausgeschrieben. Die ersten Naturschutzarbeiten starten bereits im September. Die Auffahrt soll voraussichtlich im Jahr 2016 fertiggestellt werden und den Verkehr auf die B 7 führen.

Wann das Teilstück zwischen der Anschlussstelle und Wehretal-Hoheneiche in Angriff genommen werden soll, ist noch offen. Die Mittel für den Bau der Autobahnauffahrt in Höhe von 12,8 Millionen Euro waren kurzfristig vom Bundesverkehrsministerium zur Verfügung gestellt worden. Zuvor hatten mehrere Bürgermeister, deren Orte an der künftigen Autobahn liegen, sowie der Bundestagsabgeordnete Michael Roth vor Verzögerungen beim Weiterbau der A 44 gewarnt, weil die Gelder dafür im Bundeshaushalt 2014 eingestellt würden.

Die Strecke zwischen Waldkappel-Ost und Hoheneiche ist 7,2 Kilometer lang, hat zwei Tunnel und führt über die umstrittene Spitzkehre bei Oetmannshausen. Als Baukosten sind zunächst 183 Millionen Euro veranschlagt.

„Mit dem Spatenstich signalisieren wir: Es geht auch auf diesem Abschnitt weiter“, sagte Staatssekretär Bomba. Die A 44 werde in Zukunft eine wichtige Ost-West-Achse für den Verkehr in ganz Europa sein und die Region auch wirtschaftlich voranbringen. „Welchen Effekt eine Autobahn hat, kann man am Beispiel der A 38 sehen“, sagte Bomba. Dort verzeichneten Gebiete ein Wirtschaftswachstum, von dem man zuvor nicht zu träumen gewagt hätte“, sagte er.

Ab der Anschlussstelle Waldkappel-Ost in Richtung Herleshausen übernimmt die Deutsche Einheit Fernstraßen-planungs- und -bau GmbH - die Deges - die weiteren Planungen. Nach Angaben Erik Brandenburgers, technischer Geschäftsführer der Deges, sollen die Bauarbeiten möglichst ohne Dreck und Verkehrsbelästigung für die Anwohner erfolgen. „Wir planen, den Erdaushub auf der Trasse und nicht auf den umliegenden Straßen zu transportieren“, sagte Brandenburger. Dennoch macht sich Lothar Hellwig, Ortsvorsteher von Bischhausen, einige Sorgen: „Wenn die Abfahrt Waldkappel-Ost fertig ist, die dahinter liegende Autobahn aber nicht, dann kriegt unser Dorf den ganzen Verkehr ab.“

Von Dieter Salzmann

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