Auflösung vertagt: Hoffnung für den Heimatverein Rodebach

Haben dafür gesorgt, dass im Dorf was los war: Diese Aufnahme stammt aus dem Jahr 2010 und zeigt die vom Heimatverein in Rodebach veranstaltete Wikinger-Olympiade. Foto: Archiv

Rodebach. Noch vor wenigen Tagen war sich Frank Viereck-Jakob sicher, dass der Freizeit- und Heimatverein Rodebach bei der Jahreshauptversammlung am Freitag aufgelöst werden würde. Jetzt teilt der Vorsitzende auf Anfrage die Überraschung mit. Der Verein ist - zumindest vorläufig - gerettet.

Trotz Querelen in den vergangenen Jahren haben die zirka 25 Mitglieder die Entscheidung vertagt und ziehen sogar in Erwägung, doch weiterzumachen.

Die Ausgangssituation

„Interner Unfrieden und die Spaltung in zwei Lager haben dazu geführt, dass der Verein seit drei Jahren gelähmt ist und nichts mehr organisiert“, sagt Frank Viereck-Jakob. Näheres zu dem Zwist möchte er nicht sagen. Doch nur so viel: Ein ausgeschiedenes Vorstandsmitglied hat vergangene Woche eigenmächtig eine Einladung zur Versammlung bei der Stadtverwaltung eingereicht – mit Punkten, die regulär gar nicht aufgeführt waren. Diese war auch für die Waldkappel-Rundschau-Seite in unserer Zeitung vorgesehen, wurde aber nach dem Gegenprüfen durch einen Mitarbeiter, dem Länge und Inhalt des Schriftstücks seltsam vorkamen, als Fälschung entlarvt und nicht veröffentlicht. Das Gemeindeblatt„Waldkappeler Nachrichten“ war mit der Einladung schon gedruckt. Die Neuauflage will die Stadtverwaltung dem Verursacher jetzt in Rechnung stellen.

Die Versammlung

„Wir haben die Auflösung erst mal verschoben und treffen uns im September wieder“, berichtet Vorsitzender Frank Viereck-Jakob. Jetzt prüfen der Vorstand und die etwa 25 Mitglieder, was der Verein noch besitzt – sowohl an Wertgegenständen als auch an Vermögen. Weiterhin untersuchen sie, ob noch Verpflichtungen oder Verbindlichkeiten offen sind. „Dann setzen wir uns noch mal zusammen und schauen, wie es weitergeht. Nach der Versammlung am Freitag kann ich jetzt nicht mehr sicher sagen, dass der Verein aufgelöst wird“, so Viereck-Jakob. Und natürlich hofft er das auch nicht. Die Zusammenkunft sei sehr diszipliniert abgelaufen und mache Hoffnung. „Es geht jetzt darum, dass wir wieder enger zusammenrücken und alte Streitigkeiten abhaken.“

Die Bedeutung

In dem zirka 80 Einwohner zählenden Waldkappeler Stadtteil Rodebach hat der Freizeit- und Heimatverein stets für Leben gesorgt – die vergangenen drei Jahre mal ausgenommen. Es gab Feste, Reisen und Veranstaltungen wie die Wikinger-Olympiade. Dieses Jahr übrigens wird der Verein 30 Jahre alt. Über eine Jubiläumsfeier hat bislang aber niemand nachgedacht.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare