Noch unbekannter Investor könnte Fläche „Auf dem Schleifrain“ nutzen

Ausschüsse von Waldkappel empfehlen 5,3 Hektar großes Gewerbegebiet

Auf dem Schleifrain soll das neue Gewerbegebiet von Waldkappel entstehen
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Auf dem Schleifrain soll das neue Gewerbegebiet von Waldkappel entstehen

Siedelt sich in der nahen Zukunft ein überregionales Unternehmen in der Waldkappeler Kernstadt zwischen der A 44 und der ehemaligen B 7 an? Die Chancen stehen gut dafür.

Den möglichen Anstoß dafür haben der Haupt- und Finanzausschuss sowie der Bau- und Umweltausschuss der Stadt Waldkappel am Dienstagabend in einer gemeinsamen Sitzung einstimmig gegeben. Die Ausschüsse empfehlen dem Stadtparlament, die Stadtverwaltung damit zu beauftragen, das 5,3 Hektar große Gewerbegebiet „Auf dem Schleifrain“ zu entwickeln. Das letzte Votum hat die Stadtverordnetenversammlung.

Interesse an dem neuen Gewerbegebiet in Waldkappel ist vorhanden

Laut Waldkappels Bauamtsleiter Matthias Wittich habe man für das Gewerbegebiet bereits einen Interessenten an der Hand. Dieser würde gerne die komplette Fläche nutzen – wenn möglich auch mehr.

Waldkappels Bauamtsleiter Matthias Wittich

In die Karten gucken, um welches Unternehmen es sich handelt, wollten sich am Dienstagabend und am gestrigen Mittwoch aber weder Bauamtsleiter Matthias Wittich noch Waldkappels Bürgermeister Frank Koch (SPD).

Waldkappels Bürgermeister Frank Koch

Dr. Lars Kleeberg, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Werra-Meißner, die die Gespräche zwischen der Stadt und möglichen Interessenten begleitet, sagte nur so viel: Waldkappel liege analog zu beispielsweise Hessisch Lichtenau nahezu in der Mitte Deutschlands. Die A 44 biete in der Zukunft zügige Anbindungen an die A 7 und die A 4. Das sei für überregionale Unternehmen mit einer intensiven Logistik „höchst interessant“, um die eigenen Kunden in ganz Deutschland bedienen zu können.

Dr. Lars Kleeberg

Zu einem zeitlichen Ablauf oder gar Zeitdruck hinsichtlich möglicher politischer Entscheidungen konnte Matthias Wittich am Dienstagabend nichts sagen, der Interessent hätte aber „keine Eile“.

Keine Gewerbeflächen mehr in Waldkappel frei

Die Erschließung neuer Gewerbeflächen sei notwendig, da es in Waldkappel momentan keine mehr gebe, die überhaupt an Investoren veräußert werden könnten, so Wittich am Dienstag.

Geld für die Entwicklung des Gebietes „Auf dem Schleifrain“ sei im Haushalt vorhanden. Möglich wäre das auch, weil – trotz des sich im Aufbau befindlichen und einschränkenden Flächennutzungsplanes – ein gewisses „Eigenentwicklungspotenzial“ bestehe, welches das RP Kassel berücksichtige. Im Zweifel könne man das Gebiet so stricken, dass es beispielsweise auch für Handwerksbetriebe und Produktionsstätten nutzbar gemacht werde. Der Bauamtsleiter plädierte im Hinblick auf das weitere Voranschreiten des A 44-Baus dafür, die Fläche mit einem Bebauungsplan zu „beplanen“ und sich die Flächen bis zum kommenden Jahr anzueignen, um sie anschließend anbieten zu können.

Keine Gegenstimmen in den Ausschüssen

Die Ausschussmitglieder stimmten dem Beschlussvorschlag am Dienstagabend einstimmig zu. Die einhellige Meinung der Fraktionen war, dass es Gewerbe in Waldkappel brauche, um die Stadt voranzubringen und dementsprechend keine Zeit verloren werden sollte – gerade, wenn ein Interessent dafür vorhanden sei.

Auf einem Teil des möglichen Gewerbegebietes „Auf dem Schleifrain“ befindet sich derzeit noch die Lagerfläche für Grünschnitt. Die ist für das Grüngutkonzept „Holzige Biomasse“ des Abfallzweckverbandes des Werra-Meißner-Kreises notwendig. Eine andere geeignete Fläche würde sich laut Matthias Wittich aber im Zweifel finden lassen. (Maurice Morth)

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