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Autofahrer filmt Wölfe bei Waldkappel

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Von: Stefanie Salzmann

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Laufen in den Wald: die beiden Wölfe hatten kurz zuvor die Straße zwischen Hetzerode und Mäckelsdorf (Waldkappel) überquert und liefen dann Richtung Waldkante. Dabei filmte sie ein Autofahrer.
Laufen in den Wald: Die beiden Wölfe hatten kurz zuvor die Straße zwischen Hetzerode und Mäckelsdorf (Waldkappel) überquert und liefen dann Richtung Waldkante. Dabei filmte sie ein Autofahrer. © privat

Ein Autofahrer hat am Freitagmorgen bei Hetzerode zwei Wölfe gefilmt. Wolf-Monitor Hessen spricht von einem endgültigen Beweis, dass die Tiere Rudel gebildet haben und die Stölzinger Wölfin längst kein Einzeltier mehr ist.

Waldkappel – Dass es sich bei der sogenannten Stölzinger Wölfin längst nicht mehr nur um ein dort residentes Einzeltier handelt, sehen Vertreten des Netzwerkes Wolf-Monitor-Hessen durch ein Video jetzt auch bildlich bestätigt, dass am Freitagmorgen gegen 7 Uhr von einem Taxifahrer zwischen den Waldkappler Ortsteilen Hetzerode und Mäckelsdorf entstanden ist. Zwei Wölfe querten dort die Straße, das Bildmaterial zeigt wie die beiden starken Tiere dann eine Wiese Richtung Waldkante langlaufen.

Ebenfalls am gestrigen Morgen wurden bei Sontra Angriffsspuren eines wolfsartigen Tieres an einer Weide mit extensiver Rinderhaltung gefunden. Weitere Risse von Rehen wurden in den vergangenen Tagen bei Diemerode entdeckt, bestätigt ein Jäger aus dem Gebiet.

Erst Anfang voriger Woche hatte ein Landwirt bei dem Waldkappler Ortsteil Schemmern ein starken Wolf gefilmt, der am Vormittag zu einem von ihm gerissenen Reh zurückkehrte und den Kadaver in Ruhe fraß und dann verschleppte.

Ein Sprecher des hessischen Wolf-Monitor sagte: „Wir wissen aus Hintergrundgesprächen, dass der Struktur des hessischen Umweltministerium selbst bereits seit Längerem Bildbelege zur Rudelbildung der Wölfe in Nord- und Osthessen vorliegen.“ Trotzdem habe das Umweltministerium es unterlassen, Bevölkerung und Tierhalter über die Gefahrenlage aufzuklären und es hat unterlassen, die eigene Wolfspolitik entsprechend der (verschwiegenen) Gefahrenlage zu überdenken, geschweige denn diese zu korrigieren.

Jüngst ist in Brandenburg eine fünfzigköpfige Rinderherde durch Wölfe angegriffen und zum Ausbruch aus der Weide gebracht worden, sodass die Herde über Stunden im Bereich einer Autobahn in Panik auf der Flucht war. (Stefanie Salzmann)

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