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Babyleiche aus Bischhausen: Frau soll Neugeborenes erdrosselt haben

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Von: Tobias Stück

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An diesem Radweg vor den Toren Bischhausens wurde die Babyleiche am 16. März 2021 entdeckt. Archivfoto: Stefanie Salzmann
An diesem Radweg vor den Toren Bischhausens wurde die Babyleiche am 16. März 2021 entdeckt. © Stefanie Salzmann

Ein Jahr nach dem Fund einer Babyleiche in Bischhausen, wird einer 19-jährigen Frau aus dem Landkreis am kommenden Montag der Prozess gemacht. Das teilt die Staatsanwaltschaft Kassel mit.

Kassel/Bischhausen - Die Anklage lautet auf Verdacht von Totschlag.

Der Angeklagten wird vorgeworfen, „im März 2021 als Heranwachsende unmittelbar im Anschluss an die Hausgeburt ihres Sohnes, den Säugling mithilfe der um den Hals des Kindes gelegten Nabelschnur erdrosselt zu haben“. Anschließend hat sie laut Vorwurf der Staatsanwaltschaft das Neugeborene in ein Handtuch und einen roten Kapuzenpullover eingewickelt und in einem Graben nahe des Fahrradweges am Ortsrand von Bischhausen abgelegt.

Eine Spaziergängerin hatte die Leiche des Neugeborenen nur etwa 1,5 Meter entfernt von dem Radweg zwischen Bischhausen und Oetmannshausen gefunden und die Polizei alarmiert. Mit Suchhunden wurde der Tatort umgehend abgesucht. Zur Klärung der Todesursache wurde der Leichnam noch im Laufe des 16. März 2021 in die Pathologie nach Kassel überführt, wo auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft Kassel die Obduktion erfolgte. Einen Tag später stellte sich die junge Frau der Polizei.

Der Prozess wird am Montag, 21. März, um 9 Uhr vor der ersten großen Strafkammer als Jugendkammer und Schwurgericht eröffnet. Am Montag werden acht Zeugen und zwei Sachverständige gehört. Ein zweiter Verhandlungstag mit einem weiteren Sachverständigen ist für Donnerstag, 31. März, geplant. ts

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