Bernd Kalusok vom VdK-Ortsverband Bischhausen kämpft für Gerechtigkeit

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Steht an der Seite von Karl Witthüser: Bernd Kalusok aus Waldkappel ebnet für Hilfesuchende VdK-Mitglieder mit ehrenamtlichem Engagement viele soziale Wege. 

Bischhausen. Seit fünf Jahren ist Bernd Kalusok aus Waldkappel beim VdK Bischhausen aktiv. Sein Anreiz:  Menschen direkt helfen zu können.

Eigentlich hat er nur eine sinnvolle Beschäftigung im Rentenalter gesucht. Bernd Kalusok aus Waldkappel wollte dabei gerne der Gesellschaft etwas zurückgeben, was er selbst erfahren durfte. „Als ich bei einem SPD-Nachmittag Karl Witthüser, den Vorsitzenden des VdK-Ortsverbandes Bischhausen angesprochen und ihm meine Hilfe angeboten habe, war der sofort Feuer und Flamme“, erklärte der 65-Jährige beim WR-Gespräch.

Und nun steht Bernd Kalusok schon seit fünf Jahren an der Seite von Karl Witthüser, teilt sich mit ihm die Sprechstunden im Dienstleistungszentrum Bischhhausen, das sich „Komm Rin“ nennt. Schon in seinem Beruf als Elektrotechniker bei AEG interessierte er sich in seiner Funktion als Betriebsrat für häufig auftretende soziale Probleme. „Ich habe immer in der gleichen Firma gearbeitet, die hat allerdings viermal den Namen geändert. Da liegt es quasi auf der Hand, dass viele Mitarbeiter berufliche Sorgen und Nöte hatten, denn gerade im Personalbereich galt es arbeitsrechtliche Dinge zu regeln. 

Auch Sozialpläne wurden notwendig“, so Bernd Kalusok, der sein ehrenamtliches Engagement beim Sozialverband in Bischhausen gewürdigt sieht. Der schönste Lohn ist für ihn der Erfolg: „Ich beziehe mich hier auf positive Rentenbescheide, oder Verhandlungen in Sachen Kranken- sowie Pflegeversicherung, um vom breiten Themenkatalog nur drei Bereiche anzusprechen“, weiß Kalusok, dass es viel Unwissenheit in der Bevölkerung gibt.

Seinen Erfahrungsschatz hat er auch während seiner 15 Jahre im Vorstand der IG Metall Nordhessen gesammelt, er war für die Kollegen stets ein hilfreicher Ansprechpartner und hat damals wie heute viele soziale Wege geebnet. Seine Firma, für die er im Qualitätswesen oder als Störungsaufklärer tätig war, führte ihn in die Welt, um unter anderen Hochspannungsschalter zu warten.

„15 Jahre im Außendienst, die prägen einen Menschen“, denkt Bernd Kalusok an Aufträge überall in Europa und im besonderen Maße an die fernen Länder Irak, Ecuador und Ägypten. Er stellt diesbezüglich einen Vergleich an: „Damals musste ich viele wichtige Briefe schreiben, das ist nun in meinem Ehrenamt ähnlich. Die Formulierung ist fast gleich geblieben, nur die Begriffe und die Inhalte haben sich verändert.

Beim VdK hat Bernd Kalusok die Möglichkeit den Leuten direkt zu helfen. „Gerade Versicherungen versperren oftmals den Weg, das weiß ich auch aus meiner 25-jährigen Zeit bei der Feuerwehr. Deshalb habe ich alle Voraussetzungen bei Lehrgängen über Sozial- und Behindertenrecht sowie Pflege- und Krankenversicherung erworben, was natürlich auch nötig war, um vom VdK-Kreisverband als ehrenamtlicher Mitarbeiter anerkannt zu werden“, erläutert der 65 Jahre alte Experte im Sozialrecht.

Durch Bürokratendschungel

„Uns fällt auf, dass es viele gute Leute in der Versicherungsbranche gibt, aber die perfekte Endaufklärung oft fehlt, weil in einigen Fachbereichen mit Scheuklappen gearbeitet wird und dadurch weiterführende Hilfe auf der Strecke bleibt. Und genau deshalb ist es uns wichtig, die Hilfsbedürftigen durch den Bürokratendschungel zu führen“, kann sich sich Kalusok ein Schmunzeln nicht verkneifen.

Die Beratungszeiten in Bischhausen sind dienstags von 9 bis 12.30 und mittwochs von 9 bis 12.30 und 14 bis 18 Uhr. „Die Schlangen der Hilfesuchenden sind an beiden Tagen lang. Deshalb bemühen wir uns, die Beratungsgespräche so kurz wie möglich zu halten, was allerdings dazu führt, dass wir ganz viele Dinge zu Hause erledigen müssen“, sagt Bernd Kalusok.

„Ich bin froh, dass mir Bernd einige Lasten von der Schulter nimmt, die Zusammenarbeit passt prima. Wir lassen keinen allein. Das wird stets unsere Devise bleiben“, so Karl Witthüser, der zufällig das Büro betritt, um einen wichtigen Brief abzustempeln. (dt)

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