Im Wahlkampf angekommen

Bürgermeister-Wahl in Waldkappel am 26. Januar – Koch einziger Bewerber

Mit dem Wahrzeichen: „Ich bin ein echter Uhlenfänger“, sagt Frank Koch – einer, der sogar in Waldkappel und nicht im Krankenhaus geboren wurde. Mittlerweile wohnt der Familienvater im Stadtteil Harmuthsachsen. Foto: privat/nh

Für den Wahlkampf schreitet Frank Koch (SPD) auch zu Fuß durch einen Regenschauer und holt sich eine Erkältung weg.

So geschehen bei seiner Tour durch die Waldkappeler Stadtteile in den vergangenen Tagen. „Ich bin im Wahlkampf angekommen“, sagt der einzige Bewerber für das Amt des Bürgermeisters, der in Waldkappel am Sonntag, 26. Januar, neu gewählt wird. Denn der amtierende Verwaltungschef Reiner Adam geht in den Ruhestand.

Gegenkandidaten für den Sozialdemokraten Frank Koch gibt es nicht, was er als positives Signal für seine Person wertet. „Die Fraktionen CDU und ÜWG haben mir zu verstehen gegeben, dass sie mit mir als Bewerber zufrieden sind“, sagt Koch. Das führt er darauf zurück, dass er in seinen fast 20 Jahren in den politischen Gremien der Stadt Waldkappel – zuletzt in der Position des Ersten Stadtrats – stets ohne „Partei-Brille“, sondern vielmehr konstruktiv mit allen Lagern zum Wohl der Bürger zusammengearbeitet habe. „Das war immer mein Credo. Politische Grabenkämpfe auszutragen, bringt auf kommunaler Ebene rein gar nichts“, so Koch.

Trotzdem ist sich Frank Koch keineswegs siegessicher. „Ich verlasse mich nicht darauf, dass ich sowieso gewählt werde, nur weil ich der einzige Kandidat bin. Ich bin von Natur aus bescheiden und glaube erst dann, dass ich Bürgermeister bin, wenn ich das Wahlergebnis schwarz auf weiß sehe. Außerdem wäre ein deutlicher Erfolg mit hoher Wahlbeteiligung ein guter Start“. Genau deswegen klappert der 51-jährige Bankkaufmann aus Harmuthsachsen momentan jeden einzelnen Haushalt in allen Stadtteilen ab, um sich persönlich vorzustellen und die Menschen zu fragen, welche Themen ihnen unter den Nägeln brennen. „Bischhausen und Kernstadt fehlen mir noch, beim Rest bin ich durch“, so Koch.

Das Feedback auf seine Aktion war bisher sehr positiv. „Eine Frau hat sich riesig gefreut und gesagt, dass sie in den 30 Jahren, die sie hier lebt, noch nie einen Bürgermeisterkandidaten zu Gast hatte“, sagt der SPD-Mann. Inhaltlich hat er gemerkt, dass die Bürger größtenteils eben die Themen für wichtig befinden, die er ohnehin auf seiner Agenda stehen hat. Ein kurzer Abriss: Familienfreundlichkeit, Gerechtigkeit für Eltern mit Kita-Kindern, nach Möglichkeit das Reduzieren von Gebühren, die Aufwertung des Wohn- und Arbeitsstandortes, den Erhalt der Grundschule, die Abschaffung der Straßenbeiträge, Brandschutz, mediale Vermarktung, Verkehrsanbindung, Mobilität für Senioren, medizinische Versorgung und Klimafreundlichkeit. Im Allgemeinen verspricht Koch, immer ein offenes Ohr für Menschen aus allen Stadtteilen zu haben. Bürgerfreundlichkeit werde bei ihm großgeschrieben.

Die Motivation für Frank Koch, Bürgermeister zu werden, ist dabei ganz klar: „Waldkappel ist und bedeutet für mich weit mehr als mein Geburts- und Wohnort. Hier ist meine Heimat. Unsere Großgemeinde mit allen Stadtteilen und der Kernstadt liegt mir sehr am Herzen.“

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