CDU fordert Whatsapp-Erreichbarkeit für Waldkappeler Rathaus

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Gängiges Kommunikationsmittel: Viele Menschen – gerade jüngere – schreiben täglich Dutzende Nachrichten auf ihren Smartphones über den Messenger-Dienst Whatsapp. 

Waldkappel. Die CDU-Fraktion des Parlaments in Waldkappel fordert, dass Bürger die Mitarbeiter des Rathauses künftig über den Messenger-Dienst Whatsapp erreichen.

Dieses Angebot gibt es bereits in Körle im Schwalm-Eder-Kreis. Bürgermeister Reiner Adam (SPD) steht der Idee skeptisch und zurückhaltend gegenüber. Er verweist auf die bereits bestehenden Angebote. Diskutiert wird darüber in der Stadtverordnetenversammlung am Freitag, 16. Februar. Fragen und Antworten dazu:

? Was genau sieht der Antrag der CDU denn vor?

!„Die Nutzung von Whatsapp ist mittlerweile ein viel genutztes Kommunikationsmittel“, heißt es darin. So habe auch die Stadt Körle die Nutzung für ihre Bürger seit dem 1. Januar 2018 freigeschaltet. „Wir sind der Auffassung, dass wir als Stadt Waldkappel uns diesem modernen Kommunikationsweg nicht mehr verschließen sollten und beantragen daher die Einführung dieser Möglichkeit für unsere Bürger“, schreibt Fraktionschef Alexander Frank in dem Antrag. Daher wünscht sich die CDU, dass die Stadtverordneten den Magistrat per Beschluss beauftragen, die Nutzung des Whatsapp-Messengers für alle Waldkappeler zu ermöglichen und dies bekanntzumachen. Nach dreimonatiger Probephase soll dem Haupt- und Finanzausschuss berichtet werden, der dann ein weiteres Vorgehen empfiehlt.

?Wie läuft es denn in Körle mit dem neuen Angebot?

!Wer beispielsweise eine defekte Straßenlampe oder eine kaputte Wippe auf dem Spielplatz melden möchte, kann eine Nachricht an eine eigens dafür eingerichtete Handynummer schicken. Die landet dann während der Öffnungszeiten auf einem Tablet des Rathauses. Erste Anfragen konnten binnen zwei Stunden mit Lösungsvorschlag beantwortet werden – bei komplexeren Sachverhalten könne es laut Gemeindeverwaltung aber auch mal länger dauern. Die Anfragen gehen beim Bauamt Körles ein. Bürgermeister Mario Gerhold verspricht sich davon, dass Bürger weniger Hemmungen haben, Dinge wie wackelnde Kanaldeckel schnell zu melden. Anfragen und Anregungen aller Art können dort gestellt werden – allerdings kann man zum Beispiel nicht etwas dem Datenschutz Unterliegendes tun wie einen Ausweis zu beantragen.

?Wie steht Waldkappels Bürgermeister dazu?

!„Wenn ich die private Nutzung von Whatsapp und die Erwartungshaltung der Nutzer berücksichtige, dass kurzfristig eine Antwort erwartet wird, kann ich es nicht befürworten, weil dies im Moment nicht zu leisten ist“, sagt Reiner Adam. Mitarbeiter müssten die nicht strukturiert eingehenden Informationen telefonisch oder per E-Mail weitergeben. Adam empfiehlt abzuwarten, wie die Erfahrungen anderswo sind. Zudem besteht laut ihm bereits ein solches Angebot. Auf der Startseite des städtischen Internetsauftritts www.waldkappel.de können Bürger auf „Hinweise an die Stadt“ klicken und die Verwaltung strukturiert über Mängel informieren. „Diese Möglichkeit wird auch entsprechend genutzt“, so Adam. Die Anfragen gingen per Mail ein und könnten ohne weiteren Aufwand an den zuständigen Mitarbeiter weitergeleitet werden.TAGESORDNUNG

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