Ergebnisse der Kommunalwahl

Die Karten werden neu gemischt: ÜWG ist Gewinner in Waldkappel

Die Uhle (Eule) vor dem Waldkappeler Rathaus in der Kernstadt: Sie ist als die Symbolfigur der Stadt weithin bekannt.
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Die Uhle (Eule) vor dem Waldkappeler Rathaus in der Kernstadt: Sie ist als die Symbolfigur der Stadt weithin bekannt.

Die Kommunalwahl in Waldkappel ist beendet, aber die Frage der Mehrheitsfindung offen. Der Grund: SPD, CDU und ÜWG liegen mit ihren Mandaten fast gleichauf.

Waldkappel - Die SPD hat mit Spitzenkandidatin Corinna Müller zwei Sitze im Parlament verloren und kann noch sieben Mandatsträger ins Rennen schicken. Im Vergleich zur Wahl 2016 hat die Partei fast neun Prozent verloren, kommt auf noch 32,2 Prozent der Wählerstimmen.

Da der Abstand geschmolzen sei, wolle man künftig noch deutlichere Schwerpunkte setzen, um noch mehr Menschen von der „guten Arbeit der SPD für unsere Stadt“ überzeugen zu können, so Müller.

Dennoch freue man sich, dass man die meisten Stimmen habe gewinnen können. „Damit verbunden ist für uns die Vorfreude darauf, unsere konstruktive Zusammenarbeit mit allen Fraktionen fortzusetzen“, so Müller.

CDU: „Sind tief enttäuscht“

Auch die CDU büßte einen Sitz ein. Künftig werden noch sechs Abgeordnete im Plenum vertreten sein – 27,9 Prozent der Wähler entschieden sich für die Partei. Klar, dass sich die CDU einen anderen Wahlausgang erhofft hatte: „Man kann schon sagen, dass wir tief enttäuscht sind“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Alexander Frank.

Allem Anschein nach hätten die Waldkappeler den Umstand, dass die CDU sich um das Unicef-Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ und um Neubaugebiete bemühe, anders bewertet.

„Aber natürlich werden wir auf kommunaler Ebene analysieren, woran es gelegen hat“, so Frank. Aufgrund der neuen Mehrheitsverhältnisse sei es künftig schwieriger, die Politik der CDU durchzusetzen. Vor allem der Verlust eines Magistratssitzes – die CDU hatte zwei inne – wiege schwer.

ÜWG gewinnt zwei Sitze hinzu

Freudige Gesichter gibt es hingegen bei der ÜWG: Wie 2016 gewinnt die Fraktion erneut zwei Sitze hinzu und ist künftig mit sieben Abgeordneten vertreten. „Das ist sensationell für uns“, sagt der Fraktionsvorsitzende Holger Schiller.

Auf ein solches Ergebnis habe er gehofft, denn er habe festgestellt, dass vor allem die Menschen in den Stadtteilen „die Nase voll“ hätten von parteipolitischen Entscheidungen. „Wir werden nur danach entscheiden, ob ein Antrag der Fraktionen gut oder schlecht ist“, kündigt Schiller an.

Auch der aus der Grünen-Alternativen-Liste (GAL) aufgegangene Ortsverband der Grünen kann einen ersten Erfolg für sich verbuchen: Er sammelte 10,9 Prozent der Stimmen und kommt nun auf drei Sitze im Parlament. (Maurice Morth)

So könnte sich das Stadtparlament künftig zusammensetzen

SPD, 7 Sitze: Corinna Müller, Alexandra Sennhenn, Josip Kolar, Lukas Gesang, Dieter Sandrock, Matthias Gesang, Volker Apel

ÜWG, 7 Sitze: Holger Schiller, Henrik Stöber, Thomas Leutebrand, Tobias Marth, Elvira Bornmann-Edeler, Jörg Heckmann, Lucas Sundheim

CDU, 6 Sitze: Heinz-Otto Brandau, Alexander Frank, Niklas Gries, Christoph Dippel, Andreas Brandau, Peter Kniese

Grüne: Maximilian Balken, Ingrid Braunbarth, Ursula Wittenbrink

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