Zwei Männer zu Bewährungsstrafen verurteilt

Dieseldiebe müssen nicht ins Gefängnis

Eschwege. Zwei Männer aus Göttingen sind am Dienstag vor dem Eschweger Amtsgericht zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Beide hatten zu Beginn der Verhandlung gestanden, für eine Reihe von Dieseldiebstählen insbesondere an den A-44-Baustellen zwischen Waldkappel und Hessisch Lichtenau verantwortlich zu sein.

Einen 47-Jährigen verurteilte das Gericht unter Vorsitz von Dr. Alexander Wachter zu einem Jahr und zehn Monaten Haft, den 30-jährigen Sohn seiner Lebensgefährtin zu einem Jahr und sechs Monaten. Beide müssen zudem Geldstrafen von 3400 beziehungsweise 1700 Euro an das Grenzmuseum Schifflersgrund und den Verein Hort Impuls zahlen.

Die Taten der beiden Männer umfassten einen Zeitraum von August 2013 bis November 2014. Das entwendete Diesel verkauften sie an Autobahnen. Die Vorwürfe, Baumaschinen entwendet oder beschädigt zu haben, wurden fallengelassen.

Die Beweislage gegen beide Männer war erdrückend. Zum einen lagen Fotos von Wildkameras vor, die beide an Tatorten zeigten, zum anderen stimmte an einer Bierflasche, Feuchttüchern und einer Zigarettenkippe gefundene Spuren mit der DNA der Göttinger überein. Mit den Strafen blieb das Gericht leicht unter den von der Staatsanwaltschaft geforderten. Beide Angeklagte akzeptierten das Urteil umgehend. (lad)

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