Drei Neue für Waldkappeler Wehr

Brandschützer erhalten Förderung für Fahrzeuge

Männer mit Uniform und in Zivil stehen vor einigen roten Feuerwehrfahrzeugen.
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Die Feuerwehr Waldkappel freut sich über drei neue Fahrzeuge: Landrat Stefan Reuß (vorne links) übergab am Dienstag eine Förderung des Landkreises an Stadtbrandinspektor Carsten Degenhardt (Mitte) und Bürgermeister Frank Koch (rechts).

Am Tag der Feuerwehr erhielt die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Waldkappel gleich drei neue Fahrzeuge.

Waldkappel – Am Tag der Feuerwehr erhielt die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Waldkappel gleich drei ganz besondere Geschenke. Dass es ausgerechnet dieser Tag ist, war Bürgermeister Frank Koch gar nicht bewusst, als er den Förderbescheid vom Landkreis durch Landrat Stefan Reuß überreicht bekam. Jetzt können die Wehrmitglieder bei ihren Einsätzen auf die neuen Fahrzeuge zurückgreifen: Einen Mannschaftstransportwagen, der für die Absicherung im Einsatz und auf der Autobahn genutzt werden kann, ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug für die Feuerwehr Friemen-Burghofen und ein neuer Einsatzleitwagen. Der Werra-Meißner-Kreis übernimmt zehn Prozent der Kosten des Tragkraftspritzenfahrzeugs, was ein Betrag von 10 700 Euro ausmacht, und des neuen Einsatzleitwagen (9800 Euro).

Eigenleistung und Förderung

Den neuen Mannschaftstransportwagen hatte die Kommune allerdings komplett in Eigenleistung angeschafft. Die offizielle Übergabe fand am Dienstagnachmittag statt. In einer kleinen Runde und unter freiem Himmel übergab der Landrat Reuß schließlich die Fördermittel des Werra-Meißner-Kreises. Dabei dankte er auch den Einsatzkräften: „Ein großes Dankeschön für ihre stetige Arbeit für die Allgemeinheit, aber auch, dass sie die Fahrzeuge konfiguriert haben, sodass sie genau den benötigten Forderungen entsprechen.“ Das Tragkraftspritzenfahrzeug für die Feuerwehr Friemen-Burghofen sei so konzipiert, dass man nach zwölf Jahren einen Techniktausch machen könne, um das Fahrzeug wie das alte auch über 20 Jahre nutzen zu können, erklärt Stadtbrandinspektor Carsten Degenhardt. „Wir können dann die Technik des Fahrzeugs erneuern und es länger nutzen. So sparen wir einen erheblichen Teil der Kosten für ein Neufahrzeug“, erklärt der Stadtbrandinspektor.

Übungen entfallen

Reuß hatte noch ein allgemeines Lob für die Brandschützer parat. Seit 14 Monaten könnten die Feuerwehren nicht zum Üben zusammen kommen. Die Dienstherren müssten sich fragen, ob man Einsätze in Pandemiezeiten verantworten könne. „Aber Sie handeln im Ernstfall immer nach der Prämisse, erst mal machen, dann nachfragen, wenn es um das Leben anderer Menschen geht. Vielen Dank für ihren ständigen Einsatz zum Wohl ihrer Mitmenschen.“

„Wir hoffen sehr, dass wir bald wieder in kleinen Gruppen üben können, die Feuerwehr lebt vom gemeinsamen Üben und Ausprobieren und der Kameradschaft“, so Degenhardt. Online-Übungen seien ein gutes Mittel, aber auf Dauer auch ein Problem. Große Sorgen machen sie sich um die Kinder- und Jugendfeuerwehren. „Wir hoffen sehr, dass die meisten wieder dabei sind, wenn es wieder losgeht “, sagt Degenhardt. Sonja Berg

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