"Die Schwierigkeit ist vor allem die Höhe"

Einsatz in 60 Metern Höhe: Rehbein-Mitarbeiter reparieren Waldkappeler Wetterhahn

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Die mutigen Metallbauer: Martin Hinkelmann (links) und Georg Kellner haben die beschädigten Himmelsrichtungs-Buchstaben N und W abmontiert, repariert und wieder angebracht.

Einsatz in 60 Metern Höhe: Mitarbeiter der Firma Rehbein haben den  Waldkappeler Wetterhahn repariert. 

„Die Schwierigkeit ist vor allem die Höhe, die Enge im Korb und das Schaukeln durch den Wind“, erklärte Carina Rehbein, Chefin der gleichnamigen Waldkappeler Metallbau-Firma, die Anforderungen für ihre Mitarbeiter Martin Hinkelmann und Georg Kellner beim Einsatz am Wetterhahn der Waldkappeler Kirche.

Der Hahn wird flankiert von den vier die Himmelsrichtung weisenden Buchstaben W (Westen), N (Norden), S (Süden) und O (Osten). Das W und das N waren beschädigt, verbogen und drohten abzustürzen. „Die Leute gehen schon so selten in die Kirche, da sollen sie nicht noch von Metallteilen erschlagen werden“, scherzte Waldkappels Pfarrer Rolf Hocke. Aber Spaß beiseite: Hocke war natürlich heilfroh, dass bei dem Arbeitseinsatz in knapp über 60 Metern Höhe alles glatt gelaufen ist und dass die beiden Buchstaben wieder gerichtet wurden. „Ein Dachdecker hat auch gleich noch mal das Schutzblech am Turm gecheckt. Das hat sich angeboten, wenn wir sowieso den Kran für einen Tag gemietet hatten“, so Hocke.

Vor knapp 29 Jahren das letzte Mal repariert 

In Aktion: die Mitarbeiter der Firma Rehbein.

Das letzte Mal repariert werden musste am Wetterhahn etwas im März 1991, also vor knapp 29 Jahren, wie sich Senior-Chef Horst Rehbein erinnert. Damals auch schon in luftiger Höhe dabei war Georg Kellner. „Das war natürlich von Vorteil, er kannte sich da oben aus“, erzählte Carina Rehbein. Sie versicherte auf Nachfrage übrigens, dass die Mitarbeiter Martin Hinkelmann und Georg Kellner sich freiwillig für den Auftrag gemeldet hätten. „Höhenangst darf man natürlich nicht haben. Wer davon frei ist, für den ist es natürlich reizvoll Waldkappel mal aus dieser Perspektive zu sehen“, so Rehbein.

Sie freute sich als Geschäftsführerin des örtlichen Unternehmens natürlich, die Kirche als eins der Symbole der Stadt in Schuss zu halten. „Alltag ist das für uns natürlich nicht, in 98 Jahren Firmengeschichte waren wir nur zweimal in dieser Höhe unterwegs – bei den beiden Reparaturen an der Kirchturmspitze“, bilanzierte Carina Rehbein abschließend.

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