Grundstück steht noch nicht fest

Neue Feuerwache in Friemen soll 940 000 Euro kosten

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Das Grundstück für den Neubau muss noch gefunden werden: Über den künftigen Stützpunkt der Feuerwehr Friemen haben die städtischen Gremien Waldkappels noch zu befinden.

Auf etwa 940 000 Euro schätzt ein Architekturbüro die Kosten für den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in Friemen in einer bevorzugten Variante. Fraglich ist noch das Grundstück.

Das geht aus einer Vorlage für die Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses sowie des Bau- und Umweltausschusses der Stadt Waldkappel (19. März) hervor, die unserer Zeitung vorliegt. Auf welchem Grundstück die Wache entstehen soll, ist allerdings noch zu klären. Ausschlaggebend könnten am Ende die Baunebenkosten sein.

Bestehende Feuerwachen in Friemen und Burghofen sind zu klein

Zum Hintergrund: Die Feuerwehren aus Friemen und Burghofen sind schon vor längerer Zeit fusioniert. Ein Neubau muss her, weil die bestehenden Wachen in den Waldkappeler Stadtteilen nicht genug Kapazität für die Fahrzeuge beider Wehren bieten (wir berichteten). Eventuelle Anbauten wären zudem unwirtschaftlich. „Die Entscheidung für Friemen ist deswegen gefallen, weil wir von dort aus die vorgegebenen Hilfsfristen besser einhalten können, wir sind also schneller in den Nachbarorten wie Mäckelsdorf oder Hetzerode einsatzbereit zur Stelle“, sagte Stadtbrandinspektor Carsten Degenhardt in einem früheren Gespräch.

Waldkappels Gremien entscheiden über Standort

Nun aber haben die politischen Gremien der Stadt Waldkappel noch die Aufgabe vor der Brust, sich für einen Standort zu entscheiden. Um dieses Thema soll es in jener Ausschusssitzung am 19. März im kleinen Saal des Bürgerhauses gehen. Gemäß der Vorlage sei der derzeitige Standort zu klein. Ein weiteres Grundstück am Ortsrand scheide aus, weil es im Überschwemmungsgebiet liege.

Andere Grundstücke stehen der Beschlussvorlage zufolge nach Rücksprache mit den Eigentümern nicht zur Verfügung. Zwei Flächen kämen noch infrage. Eine, die hinter dem Friedhof, gehöre der Stadt, habe aber eine starke Hanglage und sei völlig unerschlossen. Zwei weitere Grundstücke kommen in Verbindung mit einem gegenüberliegenden Garten als Gesamtareal in Betracht, allerdings müsste man diese erwerben und seit Jahren unbewohnte Gebäude abreißen. Beiden Eigentümern seien Kaufangebote vorbehaltlich der Zustimmung der städtischen Gremien unterbreitet worden. Grundsätzlich ist dort eine Bebauung den Informationen nach möglich.

Förderanträge bis zum 1. April

Günstiger wäre wohl die Variante mit Grundstückskauf und Gebäudeabriss, statt das eigene Areal in Hanglage aufwendig zu erschließen. Zeitdruck herrscht bei dem Thema, weil die Förderanträge bis zum 1. April zu stellen sind – sonst verschiebt sich alles um ein Jahr.

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