Fünf von 18 Schafen verschwunden

Zwei Schafe gerissen entdeckt – Wolfsgutachter nehmen Proben für Analyse

Schafsuche per Drohne: Mit einer Wärmebildkamera wurde das Gebiet am Freitag überflogen – erfolglos.
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Schafsuche per Drohne: Mit einer Wärmebildkamera wurde das Gebiet am Freitag überflogen – erfolglos.

Trotz intensiver Suche über mehrere Tage bleiben fünf Tiere einer Schafherde aus Waldkappel verschwunden. Im Einsatz war auch die Wärmebilddrohne der Rettungshundestaffel.

Waldkappel – Trotz intensiver Suche über mehrere Tage bleiben fünf Tiere einer achtzehnköpfigen Schafherde des Hobbyschäfers Julian Hoßbach aus Waldkappel verschwunden. Hoßbach ist sich sicher, dass seine Herde nachts von einem oder mehreren Wölfen angegriffen wurde.

Am vergangenen Mittwochmorgen, als der Schäfer wie jeden Tag morgens nach seinen Schafen schauen wollte, war die gesamte Herde von der Weide kurz hinter Waldkappel verschwunden. Der 1,20 Meter hohe, über mehrere Litzen stromführende Zaun war an einer Stelle umgelegt. Gegen 9 Uhr morgens informiert ihn ein Bekannter, dass drei Tiere auf dem Wehrfeld sind, einige Zeit später entdecken Polizei und Straßenmeisterei fünf weitere Tiere an einer anderen Stelle. „Das fand ich schon sehr komisch, weil die Herde sich normalerweise nicht trennt“, sagt Hoßbach.

Im Laufe des Tages findet er noch einige seiner Tiere, doch zunächst bleiben acht verschwunden. Am darauffolgendem Tag wird der erste Kadaver eines Mutterschafes gefunden und der Rissgutachter Gerhard Scholz nimmt Proben des Kadavers. „Das Schaf hatte einen typischen Kehlbiss, untypisch für einen Wolf hingegen war, dass die Eingeweide nicht gefressen waren“, sagt Scholz.

Zwei Tage später wird ein zweiter gerissener Kadaver aus Hoßbachs Herde entdeckt, diesmal ist der Rissgutachter Gerhard Becker vor Ort. Beide Genproben sind jetzt beim Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG), zuständig für das Wolfsmonitoring in Hessen, zur Analyse. Mit dieser ist in frühestens zehn Tagen zu rechnen. „Wir müssen abwarten, was die Probe ergibt“, sagt Scholz.

Am vergangenen Freitagnachmittag kam wegen der vielen verschwundenen Nutztiere über dem Gebiet bei Waldkappel auch die Wärmebilddrohne der Rettungshundestaffel Werra-Meißner zum Einsatz – ohne Erfolg.  salz

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